Prosit 2014

Die Welt begrüßt das neue Jahr

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Foto: In Sydney hat das neue Jahr schon begonnen.

Sydney - Das neue Jahr hat schon begonnen – im Pazifik zumindest: Von Samoa über Neuseeland und Australien bis Japan wurde schon gefeiert. Sydney lockte wieder mit einem Feuerwerk der Superlative.

Für Millionen Menschen auf der Welt hat das neue Jahr bereits begonnen. Die australische Metropole Sydney ließ es wie üblich richtig krachen, etwa 1,6 Millionen Menschen waren vor der malerischen Kulisse an Oper und Hafenbecken live dabei. Zuvor hatte das neue Jahr schon zum Beispiel im Pazifik-Staat Samoa oder in Neuseeland begonnen. In Europa bereiteten sich währenddessen viele Menschen noch auf den Silvesterabend vor, in Deutschland deckten sich viele Bürger noch mit Böllern und Lebensmitteln ein. In Berlin wurde wieder die größte Silvesterparty vorbereitet. Hunderttausende rund um die Hauptbühne am Brandenburger Tor wurden erwartet. Ab 19.00 Uhr sollten zum Beispiel der Sänger Heino und die Band Scooter auftreten.

In der Nacht zum Dienstag und am Tage selbst wurde bereits vorzeitig geböllert, wobei es auch zu Unfällen kam. Zum traditionellen Silvester-„Abschwimmen“ der Mainzer Feuerwehr im Rhein trafen sich rund 150 Unerschrockene - mit dickem Neoprenanzug und Flossen. Im schottischen Edinburgh feierten Tausende bereits seit Montagabend ihre traditionelle Silvester-Feier Hogmanay mit Fackelträgern und Dudelsack-Musik. Höhepunkt sollte ein Open-Air-Konzert am Silvesterabend werden, diesmal unter anderen mit den Pet Shop Boys.

Mit die ersten, die das neue Jahr begrüßten, waren um 11.00 Uhr MEZ die rund 200 000 Menschen auf Samoa und auf den Line-Inseln Kiribatis. Auf Samoa wird zwar ähnlich wie in Europa gefeiert, in ländlichen Regionen sind aber keine Knallkörper und Tischfeuerwerk gefragt, sondern faga’ofe, selbst gemachte Kanonen aus zwei Meter langen Bambusstöcken. Sie werden mit Kerosin gefüllt und erhitzt. Nachbarn halten Wettbewerbe ab, wer am lautesten feuern kann.

Sowohl Samoa als auch die Line-Inseln liegen nach geografischen Gesichtspunkten eigentlich beide jenseits der internationalen Datumsgrenze und dürften demnach erst nach den Amerikanern als letzte auf dem Globus Neujahr feiern. Sie haben sich aber beide über die Datumsgrenze hinweggesetzt, die Line-Inseln schon 1995. Sie waren bis dahin durch die Datumsgrenze vom Rest des Landes abgetrennt.

Samoa ließ 2011 den 30. Dezember ausfallen. Das ganze Land stellte die Uhren 24 Stunden vor. Der Grund: Samoa hat enge Beziehungen zu Australien und Neuseeland und wollte in derselben Datums- und Zeitzone wie die Handelspartner agieren.

Die größte neuseeländische Stadt Auckland bot ihren 1,5 Millionen Einwohnern in der Silvesternacht Strand-Ambiente mitten in der Stadt:vier Tonnen Sand wurden dort ausgeschüttet. Um kurz vor Mitternacht (12.00 Uhr MEZ) lief bei lauen Sommertemperaturen auf einem riesigen Display am 328 Meter hohen Sky-Turm der Countdown. Auf der Südhalbkugel fällt der Jahreswechsel in den Sommer.

Zwei Stunden später (14.00 Uhr) hob ein ohrenbetäubender Chor von 1,6 Millionen Zuschauern am Hafen von Sydney zum gemeinsamen Countdown an. Um Punkt Mitternacht startete ein zwölfminütiges Feuerwerk für insgesamt 6,8 Millionen australische Dollar (4,4 Millionen Euro).

Viele Menschen hatten sich ihre Plätze schon am Abend zuvor gesichert und verteidigten ihr Areal auf den besten Rasenflächen mit Decken und Kühltaschen. Um 16.00 Uhr MEZ vollzog sich der Jahreswechsel zum Beispiel in Japan, wo viele Menschen traditionell in diesen Tagen zu Tempeln pilgern. Um 17.00 Uhr MEZ stand auf den Philippinen das Einläuten des neuen Jahres an.

In Indonesien - wo um 18.00 Uhr MEZ der Jahreswechsel nach dem christlichen Kalender anstand - warnten Behörden in der Hauptstadt der streng islamischen Provinz Aceh die Bewohner vor Silvesterpartys auf der Straße - dies sei eine Sünde.

dpa

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