Quote im Juni sinkt

Weniger Arbeitslose in Niedersachsen

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dpa

Hannover - Endlich Frühling auf dem Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen ist im Juni spürbar zurückgegangen. Niedersachsen liegt mit 6,3 Prozent knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Allerdings sind wieder mehr Jugendliche arbeitslos.

Saisonale Belebung am Arbeitsmarkt: Die Zahl der Menschen ohne Arbeit ist im Juni in Niedersachsen spürbar gesunken. Die Personalnachfrage zog vor allem im Handel, der Gastronomie und auch im verarbeitenden Gewerbe an.

"Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist in diesem Monat deutlicher ausgefallen als in den Vorjahren, was auf Nachholeffekte der zuvor zögerlichen Frühjahrsbelebung hindeutet", erklärte der Chef der Arbeitsagentur in Niedersachsen und Bremen, Klaus Stietenroth. In Niedersachsen ging die Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent im Vormonat auf 6,3 Prozent zurück, wie die Arbeitsagentur am Donnerstag mitteilte

Im Juni des Vorjahres hatte die Quote noch bei 6,2 Prozent gelegen. Damit waren 260 987 Menschen arbeitslos - 2,3 Prozent weniger als im Vormonat. Allerdings blieb die Personalnachfrage trotz der spürbaren Belebung weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Beschäftigungslage sei aber weiterhin auf einem relativ hohen Niveau stabil, betonte die Arbeitsagentur.

Die Zahl der von den Betrieben fest angestellten Beschäftigten nahm zu, während die der Zeitarbeiter zurückging. Beim gesamten Stellenbestand waren in Niedersachsen 44 969 offene Stellen gemeldet. Das sind zwar 0,7 Prozent mehr als im Vormonat, aber noch immer 10,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Einen ebenfalls saisonal bedingten negativen Trend gab es dagegen bei der Jugendarbeitslosigkeit, die wieder anzog. In Niedersachsen beträgt die Quote 5,7 Prozent, nach 5,2 Prozent vor einem Jahr (Mai: 5,5). Die Agentur macht für den Anstieg die Tatsache verantwortlich, dass sich im Juni viele Auszubildende, die zum Ende ihrer Lehrzeit nicht übernommen wurden, arbeitslos melden.

Bundesweit ging die Arbeitslosenzahl ebenfalls zurück: Die Zahl sank um 72.000 auf 2.865 000. Das waren 56.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 6,6 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie ebenfalls 6,6 Prozent betragen.

dpa/zys

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