Kriminalitätsstatistik

Weniger Niedersachsen Opfer von Straftaten

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Hannover - Weniger Niedersachsen sind im Jahr 2014 Opfer eines Verbrechens geworden: Im Gegensatz zum Vorjahr wurden weniger bestohlen, beraubt oder mit anderen Delikten konfrontiert worden. Doch es gibt noch lange keinen Grund zur Entwarnung.

Rein statistisch wird das Leben in Niedersachsen immer sicherer. 2014 registrierten die Behörden landesweit bereits zum zweiten Mal in Folge deutlich unter 100.000 Opfer vonStraftaten - konkret waren es 94 549. Dies sind rund 1300 weniger als 2013. "Wir haben auch im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern eine vergleichsweise geringe Kriminalität", sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag in Hannover bei der Präsentation der Kriminalstatistik. "Niedersachsen ist ein sicheres Bundesland."

Ungeachtet dessen ist die Kriminalität gestiegen. 552.730 registrierte Fälle bedeuten einen Zuwachs von 7026 Fällen und damit ein Plus von 1,3 Prozent. Die Aufklärungsquote ist 2014 zwar um 0,6 Prozent leicht zurückgegangen - laut Pistorius ist aber das Niveau von 60,61 Prozent nach wie vor sehr gut. "Dieses Ergebnis steht stellvertretend für die hohe Qualität der Polizeiarbeit."

Im Gegensatz zu den Vorjahren ist 2014 die Zahl der Wohnungseinbrüche zurückgegangen - mit 14 654 Fällen sank sie um 1100 im Vergleich zu 2013. "Der Rückgang ist erfreulich, aber sicherlich auch kein Grund, zu jubeln. Die Zahlen sind weiterhin viel zu hoch", sagte Pistorius. Bei den sogenannten Straftaten gegen das Leben verzeichnete die Entwicklung im vergangenen Jahr jedoch ein Plus von 20 Prozent. Insgesamt schlugen 427 Fälle und damit 74 mehr als 2013 zu Buche. Die Aufklärungsquote lag mit rund 92 Prozent aber erneut deutlich über dem ansonsten üblichen Schnitt bei den Ermittlungserfolgen. Die Zahl der Fälle, in denen wegen Mordverdachts ermittelt wurde, ist dagegen weitgehend gleichgeblieben. 76 Fällen im Jahr 2014 stehen 75 Fälle imJahr 2013 gegenüber.

lni

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