Nach der Flut

Wenn der Sandsack zum Mode-Accessoire wird

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Foto: Sieben junge Dresdner wollen mit zu Taschen verarbeiteten Sandsäcken Geld für vom Hochwasser geschädigte kulturelle Vereine sammeln.

Dresden - Vor wenigen Tagen schützten sie die Menschen noch vor den Wassermassen, nun werden Sandsäcke zu Accessoires: In Dresden näht die Spenden-Initiative "Alles Jute" Sandsäcke zu Handtaschen um. Die Taschen sind streng limitiert - und ab nächste Woche online zu kaufen.

"Schon jetzt haben wir 150 Vorbestellungen", sagt Ben, ein Sprecher der Initiative, der nur seinen Vornamen nennt. Auch aus Duisburg, Hamburg und Bremen seien Anfragen eingegangen. 350 Sandsäcke haben die Helfer bereits gesammelt und gewaschen, weitere werden noch gesucht. Verwendet werden können nur solche, die nicht mit dem verschmutzten Hochwasser in Berührung kamen.

Von nächster Woche an soll es die Taschen über einen Online-Shop bei "Alles Jute" zu kaufen geben. Die Taschen kosten 8,76 Euro - das entspricht dem Höchststand der Elbe in Dresden mit 8,76 Metern in der ersten Juniwoche. Der Großteil der Einnahmen soll kleinen, privaten Kulturvereinen zugutekommen, die von der Flut geschädigt wurden. Auch wenn die Nachfrage groß ist, bleibt die Zahl der Handtaschen limitiert: "Spätestens bei 876 Stück ist Schluss", sagte Ben.

dpa

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