Zu wenig Transparenz

Wenzel: Tennet will Erdkabel verhindern

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Hannover - Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) wirft dem Netzbetreiber Tennet vor, bei der Planung der Hochspannungstrasse Südlink die Erdverkabelung weitgehend unmöglich zu machen. Er fordert zudem mehr Transparenz und Aufklärung für die Bürger.

In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der der HAZ vorliegt, beklagt Wenzel, Tennet und TransnetBW hätten sich darauf geeinigt, erst über Erdverkabelung zu reden, wenn die Trasse bereits festgelegt worden sei und dasPlanfeststellungsverfahren begonnen habe. „Damit wird die Teilerdverkabelungsoption bis auf kleine Teilbereiche weitgehend ausgeschaltet“, heißt es in dem Brief.

Wenzel kritisierte Tennets Vorgehen: „Die Bürger akzeptieren nicht, wenn man ihnen sagt: Das ist alternativlos. Es muss genau begründet werden und transparent sein, warum etwas geht oder nicht geht.“ Am Ende müsse man sich auf eine Trassenführung verständigen, so der Minister. Das könne man aber besser vermitteln, wenn man jetzt schon über Erdverkabelung spreche.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Tennet bei den Trassenplänen erheblich nachbessern muss – die Bundesnetzagentur hatte den Antrag zurückgewiesen.

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