Sonderkonferenz der Umweltminister

Wenzel will einheitlichen Hochwasserschutz

Foto: Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) fordert vor der Sonderkonferenz der Umweltminister gemeinsame Standards im Hochwasserschutz.

Hannover - Nach dem Hochwasser an der Elbe setzt sich Niedersachsen für einen umfassenden Hochwasserschutz über die Landesgrenzen hinaus ein. Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) fordert vor der Sonderkonferenz der Umweltminister gemeinsame Standards.

Einheitliche gemeinsame Standards der Länder seien wichtig, sagte Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) mit Blick auf die Sonderkonferenz der Umweltminister am Montag in Berlin. Bei den Planungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes müsse auch eine gerechte Lastenverteilung der Anrainerstaaten gefunden werden, erklärte er der Nachrichtenagentur dpa. Die Konferenz müsse zügig Mechanismen festlegen, um künftig auf ähnliche Risiken schnell zu reagieren. Den Flüssen müsse wieder mehr Raum gewidmet werden.

Sachsen-Anhalts Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) hat sich indes gegen eine Pflichtversicherung gegen Hochwasserschäden ausgesprochen. Er setze auf freiwillige Lösungen, sagte Aeikens Deutschlandradio Kultur. Eine Pflichtversicherung bedeute, dass Menschen versichert werden müssten, die dies gar nicht wollten oder es aus geografischen Gründen nicht nötig hätten. Aeikens räumte allerdings ein, dass sich bislang zu wenige Menschen gegen Hochwasserschäden versichert hätten. „Hier ist mehr Aufklärung vonnöten“, sagte der Minister dem Radiosender. Am Montag kommen die Umweltminister in Berlin zu einer Sonderkonferenz zum Thema Hochwasser zusammen.

dpa

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