3,5 Millionen Euro zu vergeben

Westlotto fahndet nach unbekanntem Millionär

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Foto: Seit Mittoch fahndet Westlotto auf Tausenden Bildschirmen in den Annahmestellen nach einem Lotto-Millionär.

Münster - Irgendwo inDeutschland ist im April jemand um 3,5 MillionenEuro reicher geworden. Aber der Glückspilz weiß wohl noch nichts davon. Nun fahndet Westlotto öffentlich nach dem Spieler oder der Tipperin.

Lotto-Millionär gesucht: Auf einen unbekannten Glückspilz warten seit Monaten 3,5 Millionen Euro. Weil er seinen Gewinn immer noch nicht abgeholt hat, fahndet Westlotto seit Mittwoch mit Aufrufen auf Tausenden Bildschirmen in den Annahmestellen in Nordrhein-Westfalen nach dem Spieler mit dem Zahlenglück. Denn bislang tappt die Lottogesellschaft bei der Suche völlig im Dunkeln.

„Es gibt keinen Anhaltspunkt, wer es sein könnte“, sagte ein Sprecher in Münster. Bis August hat der Unbekannte Zeit, seinen Gewinn abzuholen - denn nach 13 Wochen verfällt er. „Deswegen haben wir jetzt schon mit der Suche angefangen.“

Den Normalschein für die Lotterie „6 aus 49“ mit den richtigen sechs Zahlen plus Superzahl hatte der Tipper Ende April dieses Jahres im Raum Krefeld abgegeben. „Theoretisch kann er aber überall wohnen und nur auf der Durchreise in Nordrhein-Westfalen gewesen sein“, sagte der Sprecher. In seinen Tipp hatte der Spieler 26 Euro investiert.

Um die Millionen einzustreichen, muss der Tipper seine Spielquittung in einer Annahmestelle oder bei der Lotteriegesellschaft vorzeigen. „Wir rechnen auch mit einigen Trittbrettfahrern, die vorgeben, die Quittung verloren zu haben“, sagte der Sprecher.

Vor zwei Jahren hatte Westlotto schon einmal mit Postern nach einem Lottomillionär gefahndet. Damals hatte ein Glückspilz 8,4 Millionen Euro abgeräumt, war aber erst durch die Plakataktion auf seinen Gewinn aufmerksam geworden. „Er hatte es einfach am Anfang nicht mitgekriegt“, sagte der Sprecher.

Lässt sich der aktuelle Gewinner in den nächsten Tagen nicht mit den Bildschirm-Aufrufen aufspüren, will Westlotto seine Aktion ausweiten und zunächst außerhalb der Annahmestellen, später dann möglicherweise auch bundesweit nach dem Unbekannten suchen.

dpa

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