Tod nach Massenschlägerei

Weyhe plant Trauerkundgebung für getöteten Streitschlichter

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Kerzen, Blumen und ein Brief liegen an einer Bushaltestelle im Gedenken an einen 25 Jahre alten Mann, der beim Versuch einen Streit zu schlichten, selber zum Opfer wurde.

Weyhe - Nach dem Tod eines jungen Streitschlichters im niedersächsischen Weyhe ist dort für Samstag eine stille Trauerkundgebung geplant. Der 25 Jahre alter Mann war am Donnerstag gestorben, nachdem er versucht hatte einen Streit zu schlichten.

Nach dem Tod eines jungen Streitschlichters in Weyhe ist am Samstag eine stille Trauerkundgebung in der 30 000-Einwohner-Gemeinde südlich von Bremen geplant. Dazu aufgerufen haben der Präventionsrat und der Runde Tisch der Kommune gegen Rechts, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung beider Gremien.

Der 25 Jahre alter Mann war am Donnerstag in Bremen gestorben. Er hatte nach Erkenntnissen der Verdener Staatsanwaltschaft versucht, in Weyhe einen Streit unter jungen Menschen zu schlichten, die auf der Rückkehr von einem Disco-Besuch waren. Nach der Tat kam ein 20 Jahre alter Mann wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

In der Erklärung betonten der Präventionsrat und der Runde Tisch in Weyhe, für die Gemeinde habe Toleranz und friedliches Miteinander einen hohen Stellenwert. „Klar und deutlich entgegentreten werden wir jedem Versuch von rechtsextremen und neonazistischen Kräften, die berechtigte Empörung über die Gewalttat für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren und rassistische Hetzparolen zu verbreiten“, heißt es in der Erklärung. Wer eine Straftat begehe, müsse sich dafür als Individuum und nicht als Angehöriger einer bestimmten Bevölkerungsgruppe verantworten, betonten Präventionsrat und Runder Tisch.

dpa/sag

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