Autobahn

A7 wird auf sechs Spuren ausgebaut

+
Foto: Eine Großbaustelle wird am Dienstag von Fahrzeugen auf der Autobahn 7 bei Bockenem südlich von Hildesheim befahren.

Hannover - Freie Fahrt auf der Autobahn 7: Um den Verkehrsfluss zu erhöhen, soll die A7 Zug um Zug auf jeweils drei Spuren je Fahrtrichtung ausgebaut werden. Am Dienstag begannen die Bauarbeiten auf dem Abschnitt zwischen Bockenem und Seesen.

Die Autobahn 7 in Südniedersachsen wird Zug um Zug auf jeweils drei Streifen pro Fahrtrichtung ausgebaut. Am Dienstag haben Landesverkehrsminister Jörg Bode (FDP) und Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, den ersten Spatenstich für die Erweiterung des 13 Kilometer langen Abschnitts zwischen Bockenem (Kreis Hildesheim) und Seesen bei Goslar vorgenommen. Den Bund kostet dies rund 112 Millionen Euro, Lärmschutzwände inklusive. Die Arbeiten sollen im Herbst 2015 fertig sein. „Mit dem sechsstreifigen Ausbau verbessern wir den Verkehrsfluss und erhöhen die Sicherheit in diesem Abschnitt“, sagte Ferlemann. Wegen des schlechten Zustandes der Fahrbahn sei ein zügiger Ausbau nötig.

Vorerst wird der Verkehr auf der A7 aber durch weitere Baustellen gebremst. Noch ein Jahr wird der Ausbau zwischen Salzgitter und Bockenem dauern. Auf dem zwölf Kilometer langem Abschnitt wird bereits seit Mai 2011 gearbeitet. Freie Fahrt haben die Autofahrer nach Angaben einer Sprecherin des niedersächsischen Verkehrsministeriums bereits zwischen Göttingen und dem Dreieck Drammetal. In den nächsten Wochen soll die Erweiterung des Stücks zwischen Nörten-Hardenberg und Göttingen-Nord fertig sein. Insgesamt kostet der Ausbau zwischen Salzgitter und Drammetal 340 Millionen Euro.

Der 30 Kilometer lange Lückenschluss zwischen Nörten-Hardenberg und Seesen soll nach Angaben von Bundes-Staatssekretär Ferlemann möglichst über eine Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP) finanziert werden. Dieses Modell kam in Niedersachsen bislang nur auf der Autobahn 1 zwischen dem Bremer Kreuz und dem Buchholzer Dreieck zum Tragen. Hier hat eine Privatgesellschaft den 72 Kilometer langen Ausbau im Auftrag des Bundes umgesetzt. Sie ist bis 2038 auch für den Betrieb zuständig, erhält dafür vom Bund aber die Einnahmen aus der Lkw-Maut. Wann die A7 in Niedersachsen durchgehend auf sechs Streifen ausgebaut sein wird, ist noch unklar. Die Erweiterung in Richtung Norden ist ein Projekt für die fernere Zukunft.

Kommentare