Kalte Temperaturen

Wochenende bringt Frost und Schnee nach Niedersachsen

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Hannover - Auf dem Brocken lag am Freitag schon der erste Schnee - am Wochenende kommt der Winter auch nach Niedersachsen. Trotz kalter Temperaturen können die Schlitten aber noch im Keller bleiben.

Pünktlich zum Ende der Sommerzeit kommt Winterwetter nach Niedersachsen: Am Wochenende muss zumindest in höheren Lagen im Harz mit Schnee gerechnet werden. „Aber auch in den flachen Gebieten können ein paar Flocken fallen“, sagte Wolfgang Seifert vom Deutschen Wetterdienst am Freitag. Denn auch in der Ebene seien Temperaturen um Null Grad und Nachtfröste zu erwarten. Dass von den Schneeschauern etwas liegenbleibe, sei aber unwahrscheinlich.

Anders in den höheren Lagen: Auf dem Brocken im Harz, dem höchsten Berg Norddeutschlands, lag am Freitag bereits etwas Schnee. Die Wirte in der Region sähen gerne ein wenig mehr davon - lockt die weiße Pracht doch die Gäste in die Berge. „Das ist schließlich eine Winterregion hier“, sagte Stefanie Hartmann, die in Torfhaus das Restaurant der „Bavaria Alm“ leitet. Wann der erste Schnee falle, sei jedes Jahr wieder eine Überraschung, man sei jedenfalls vorbereitet.

Auch Niedersachsens Landwirte haben nichts gegen das kalte Wetter. „Minus ein oder zwei Grad wären ja noch im normalen Bereich“, hieß es am Freitag aus dem Bauernverband in Hannover. Der Großteil der Mais- und Kartoffelernte sei abgeschlossen, bei den Rüben könnten die üblichen Abdeckfolien für Frostschutz auf den Äckern sorgen. Die Apfelbauern im Alten Land sollen in den kommenden Tagen ihre Ernte beenden.

Der ADAC warnt jedoch vor zu großer Sorglosigkeit angesichts des Wintereinbruchs. In den Morgen- und Abendstunden müssten Autofahrer mit glatten Straßen rechnen, nasses Herbstlaub könne leicht überfrieren, erläuterte Wolfgang Müller vom Fachbereich Verkehr in Laatzen. „Es wird Zeit, die Winterreifen aufzuziehen, Scheibenkratzer und Enteisungsspray einzupacken, und das Scheibenwisch-Wasser mit Frostschutzmittel aufzufüllen.“

Aber nicht überall in Niedersachsen muss man sich auf Minusgrade einstellen - an der Küste bleibt es wärmer. „Das Wasser wirkt wie ein Ofen“, sagte Wetterexperte Wolfgang Seifert. Da das Wasser noch acht, neun Grad warm sei, blieben die Temperaturen direkt an der Küste deutlich im Plus. Und für Wintermuffel im Inland gebe es auch noch Hoffnung: „Das ist eine kleine, winterliche Phase. Anfang kommender Woche wird es wieder milder.“

dpa

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