Güllekataster

Wohin mit dem Mist?

Hannover - Die von Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) geplante Einführung eines Güllekatasters hat für Widerstand bei den Landwirten gesorgt. Jetzt zeichnet sich ein Konsens für eine bessere Überwachung der Gülle-Entsorgung ab, der ohne neue Bürokratie für die Bauern auskommt.

Der Präsident des Landesbauernverbandes, Werner Hilse, sagte am Dienstag, er habe Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) klar gemacht, dass ein plausibler Nachweis über den Verbleib der Gülle auch mit den bereits jetzt erhobenen Daten möglich sei.

Ziel ist es, eine Grundwasserbelastung mit Nitrat und Phosphat durch zu viel Düngung mit Gülle zu verhindern. Rund 60 Prozent des Grundwassers sind in Niedersachsen laut Ministerium in einem schlechten Zustand und durch zu hohe Nitratwerte belastet.

Der aktuelle Plan aller Landtagsfraktionen sieht vor, dass für die Überwachung die schon jetzt vorhandenen Daten genutzt werden sollen. Von der zunächst von Rot-Grün beantragten Einführung eines zentralen niedersächsischen Düngekatasters ist in dem neuen gemeinsamen Antrag keine Rede mehr.

lni

Kommentare