Problemtier in Ostfriesland

Wolf ist weiterhin auf der Flucht

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Der flüchtige Wolf enzieht sich seinen Häschern weiterhin. Sichtungen sollen an Polizei und Landesjägerschaft gehen.

Leer - Ein verhaltensauffälliger Wolf ist weiter in Ostfriesland unterwegs. Nachdem das Tier in Wohngebieten und in der Nähe einer Schule aufgetaucht war, soll es eingefangen und in einer Auffangstation untergebracht werden. Seit Sonnabend ist das Tier allerdings spurlos verschwunden.

Der verhaltensauffällige Wolf von Ostfriesland ist weiterhin auf der Flucht. „Die letzte bestätigte Sichtung war am Samstag“, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover am Montag. Seither ist das Tier spurlos verschwunden. Sichtungen sollen der Polizei und der Landesjägerschaft gemeldet werden. Das Tier hatte vor Menschen auffallend wenig Scheu gezeigt und gilt daher als verhaltensauffällig.

Seit Donnerstag haben Experten den Auftrag, den Wolf zu betäuben und einzufangen. Er soll zunächst in eine zoologische Auffangstation gebracht werden. Hier soll das Tier durch begleitende Vergrämungsmaßnahmen lernen, sich von Menschen und deren Siedlungen fernzuhalten. Mit Gummigeschossen will das Ministerium dem Tier klarmachen, dass das Betreten von Wohnsiedlungen nicht zum Standardverhalten eines wilden Wolfs gehört. Sollten diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen, soll er wieder „eingefangen und dann dauerhaft in ein zoologisches Gehege gebracht“ werden, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Die Polizei sucht den Wolf weiterhin. „Wir gehen jedem Hinweis nach“, sagte ein Sprecher in Leer. Letzte Woche soll er in der Nähe des Schulzentrums in Ostrhauderfehn im Landkreis Leer gesichtet worden sein. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um das Anfang März mitten in Wildeshausen aufgetauchte Tier handelt. Allein in Niedersachsen sind etwa 50 Wölfe unterwegs, bundesweit bis zu 300.

dpa/juf

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