Verhandlung im August

Wolfsburger IS-Verdächtiger bleibt in U-Haft

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Foto: Ein Mitglied des Islamischen Staats schwenkt die Flagge der Terrorgruppe in Syrien.

Celle/Wolfsburg - Voraussichtlich ab August soll vor dem Oberlandesgericht Celle der Prozess gegen zwei Deutsch-Tunesier beginnen. Beide stehen im Verdacht, sich der Terrormiliz IS angeschlossen zu haben. Einer der beiden Männer wurde im November in Wolfsburg verhaftet.

Ein Deutsch-Tunesier, der demnächst wegen der Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Celle vor Gericht kommt, bleibt in Untersuchungshaft. Das hat der Bundesgerichtshof bei einem Haftprüfungstermin entschieden (Az. AK 17/15). Wegen der Schwere der Vorwürfe und des Umfangs der Ermittlungen lägen die besonderen Voraussetzungen für die Fortdauer der Untersuchungshaft über sechs Monate hinaus vor, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichen Beschluss.

Der 26-Jährige und ein zweiter, 27 Jahre alter Deutsch-Tunesier waren im November nach ihrer Rückkehr nach Deutschland in Wolfsburg verhaftet worden. Sie sitzen seither in Untersuchungshaft. Voraussichtlich ab August soll vor dem Oberlandesgericht Celle der Prozess gegen die Männer beginnen. Die Bundesanwaltschaft hat sie angeklagt, weil sie sich der Terrormiliz IS angeschlossen haben sollen, deren Ziele es seien, Mord und Totschlag zu begehen.

Der 26-Jährige soll ein Selbstmordattentat im Irak geplant haben. Der Plan habe wegen der Festnahme einiger Gruppenmitglieder nicht in die Tat umgesetzt werden können. Der 27-Jährige soll an IS-Kampfeinsätzen teilgenommen haben. Beide Verdächtige hätten außerdem in einem Internetchat um neue Mitglieder geworben, was in einem Fall auch gelungen sei. Auch hätten sie der Organisation bei ihrer Ankunft in Syrien Bargeld und Mobiltelefone überlassen.

dpa

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