22-Jährige vor Gericht

Wollte Frau ihr Baby für 850 Euro verkaufen?

Istanbul - Weil sie ihr Baby für umgerechnet knapp 850 Euro verkaufen wollte, steht eine Indonesierin in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor Gericht.

Wie die Zeitung „The National“ (Online) am Sonntag aus der Verhandlung berichtete, war die Frau als Hausangestellte in das Emirat Ras al-Chaimah gekommen. Sie sei 2011 aus dem Haus ihres Arbeitgebers geflüchtet und habe später in Dubai als Prostituierte gearbeitet.

Dabei hatte sie sich den Angaben nach in einen Freier verliebt und wurde schwanger. Weil es ihr an Geld mangelte, habe sie ihr neugeborenes Mädchen Familien zum Kauf angeboten. Zeugen informierten daraufhin die Polizei. Die geständige 22-Jährige muss sich laut Bericht nun wegen Menschenhandels und Prostitution verantworten.

In den Golfstaaten sind ausländische Hausangestellte die Regel. Da die Arbeitgeber dort für die Ausländer „bürgen“, sind diese ihnen oft auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Menschenrechtler kritisieren diese Praxis als moderne Sklaverei.

dpa

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