Aufatmen bei der Bahn

Zahl der Metalldiebstähle geht stark zurück

+

- Die Zahl der Metalldiebstähle in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Zum einen sind die Preise für Buntmetall gesunken, was den Diebstahl unattraktiver macht, zum anderen geht die Polizei schärfer dagegen vor.

Besonders die Bahn hat lange Zeit unter den Diebstählen von Kupfer- und Aluminium gelitten. Nach den Taten ist es oft zum Stillstand im Zugverkehr gekommen, zum Verdruss von vielen Reisenden.

Nach wie vor wird zwar - wie im Dezember in Hannover-Ricklingen - immer wieder tonnenweise Buntmetall gestohlen. Bis Mitte Dezember hatte die Polizei landesweit allerdings lediglich gut 1800 Taten registriert. Das sind etwa 550 weniger als 2012 und sogar 650 weniger als 2013.

Für die erfreuliche Entwicklung gebe es mehrere Gründe, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) in Hannover. Zum einen seien die Metallpreise gesunken, sodass Diebstähle weniger lukrativ seien. Zudem wirkten die europaweit verstärkten Kontrollen der Fahnder abschreckend. Schließlich mache sich offensichtlich auch die Präventionsarbeit der Polizei bemerkbar. Die Beamten beraten Unternehmen, wie sie sich besser vor Metall-Klau schützen können.

Das LKA geht davon aus, dass hinter vielen Metall-Diebstählen international agierende Banden stecken. Bei der Bekämpfung dieser Täter war den Ermittlern im Oktober ein großer Erfolg gelungen. Sie konnten eine Bande rumänischer Staatsangehöriger ausheben, die für mindestens 18 Firmeneinbrüche vorwiegend im südlichen Niedersachsen, aber auch in anderen Bundesländern verantwortlich gemacht wird.

lni

Kommentare