Stiftung schlägt Alarm

Zahl der Organspenden weiter eingebrochen

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Viele Organe fehlen: Immer weniger Menschen in Deutschland spenden Organe.

Frankfurt/Main - Der Abwärtstrend bei Organspenden setzt sich fort. Immer weniger Menschen stellen im Todesfall ihre Organe zur Verfügung. Ein Grund für den Rückgang könnte der Skandal um manipulierte Vergabe der Spenden sein.

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) schlägt angesichts historisch niedriger Spenderzahlen Alarm: Im vergangenen Jahr brach die Zahl der Spender im Vergleich zum Vorjahr um rund 16 Prozent auf 876 ein - das ist der niedrigste Wert seit der Verabschiedung des Transplantationsgesetzes 1997. „Diese Entwicklung betrachten wir mit großer Sorge“, sagte DSO-Vorstand Rainer Hess laut einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung.

Der „erschütternden Jahresbilanz“ zufolge sank die Zahl der gespendeten Organe um 13,6 Prozent auf 3034. Einen Grund für die „dramatische Entwicklung“ sieht die Stiftung im Skandal um Manipulationen bei Organtransplantationen.

dpa/sag

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