Korruptionsverdacht bei Juraexamen

Zahl der Sonderprüfer verdreifacht

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Foto: Ein Richter soll in Niedersachsen an Examenskandidaten Klausurthemen und Lösungen dazu verkauft haben.

Hannover - Nach dem Korruptionsverdacht gegen einen Mitarbeiter des Landesjustizprüfungsamtes in Niedersachsen hat das Land die Zahl der Sonderprüfer verdreifacht.

Nun kümmern sich 36 Experten darum, die rund 2000 Abschlüsse von allen Juristen zu überprüfen, die seit 2011 in Niedersachsen ihr zweites Staatsexamen abgelegt haben. Das teilte am Mittwoch das Justizministerium in Hannover mit. Der in Italien festgenommene Richter war seit 2011 Mitarbeiter des Landesjustizprüfungsamtes in Celle. Er soll an Examenskandidaten Klausurthemen und Lösungen dazu verkauft haben. Der 48-Jährige wurde in Italien festgenommen. Wann er ausgeliefert wird, sei immer noch unklar, sagte der Ministeriumssprecher. Bei seiner Festnahme in einem Mailänder Hotel soll der Richter eine geladene Pistole und 30.000 Euro dabei gehabt haben.

dpa

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