Nach dem Erdbeben

Zahl der Toten im Iran steigt weiter

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Die Hälfte der 600 Dörfer in der Region ist zerstört.

Teheran - Die Zahl der Toten nach den beiden schweren Erdbeben im Nordwesten Irans ist auf 306 gestiegen. Viele der Opfer seien in Krankenhäusern oder auf dem Weg dorthin gestorben, teilte Gesundheitsministerin Marsieh Wahid-Dastdscherdi in Teheran mit.

Am Sonntag war die Zahl der Toten noch mit 227 angegeben worden. Nach amtlichen Angaben wurden zudem bis zu 2000 Menschen verletzt.

Die Rettungsarbeiten seien abgeschlossen, ergänzte die Ministerin. Es seien keine weiteren Leichen unter den Trümmern zu bergen.

Die Beben hatten am Samstag in der Provinz Aserbaidschan mehr als 100 Dörfer erschüttert. US-Geologen maßen Stärken von 6,3 und 6,4. Der Iran gehört zu den geologisch unruhigsten Erdbebenzonen der Welt.

USA bieten dem Iran Unterstützung an

Außenminister Guido Westerwelle drückte den Angehörigen der Opfer in einem Telegramm an seinen iranischen Amtskollegen Ali Akbar Salehi sein Beileid aus. Deutschland stehe bereit, dem Iran in dieser schweren Stunde zu helfen. Auch Papst Benedikt XVI. rief die Weltgemeinschaft zur Hilfe und zur Solidarität für die vom Erdbeben betroffenen Menschen auf.

Das Weiße Haus bot seine Unterstützung an. „Das amerikanische Volk spricht dem iranischen Volk sein zutiefst empfundenes Beileid aus“, hieß es in einer schriftlichen Erklärung von Sprecher Jay Carney. „Unsere Gedanken gelten den Angehörigen jener, die ihr Leben verloren haben, und wir wünschen den Verletzten eine rasche Genesung. Wir stehen bereit, in dieser schwierigen Zeit Hilfe zu leisten.“

Innenminister Najar sagte der Erdbebenregion weitere Hilfen zu, insbesondere im Hinblick auf den kommenden Winter. In den Wintermonaten können die Temperaturen in der Gegend auf bis zu 20 Grad Celsius unter den Gefrierpunkt sinken.

dpa/kas

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