„Für den Winter normale Verkehrslage“

Zahlreiche Glatteisunfälle, aber kein Verkehrschaos

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Foto: Eine Frau rutscht am Sonnabend bei Eisglätte über eine Landstraße bei Posthausen (Niedersachsen). Aufgrund von Eisregen wurde in Norddeutschland eine Unwetterwarnung herausgegeben.

Hannover - In Niedersachsen und Bremen ist es am Freitag und Samstag zu zahlreichen Unfällen wegen Glatteis gekommen, aber das befürchtete Verkehrschaos blieb zunächst aus. „Für den Winter normale Verkehrslage“, vermeldete die Polizei in Hannover und anderswo.

Vor allem am Freitagabend kam es in Niedersachsen und Bremen auf glatten Straßen zu einer Reihe von schweren Unfällen. So wurden in Bremen drei junge Menschen schwer verletzt. Ein Sprecher der Polizei erklärte am Samstag, der Fahrer habe auf spiegelglatter Straße die Kontrolle über den Wagen verloren.

Im Landkreis Göttingen schleuderte eine 18 Jahre alte Autofahrerin mit ihrem Wagen auf der Bundesstraße B247 bei Gieboldehausen in den Gegenverkehr und prallte frontal mit einem Lastwagen zusammen. Die junge Frau wurde nach Polizeiangaben vom Sonnabend schwer verletzt aus den Trümmern geborgen. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Nur wenige Stunden später wurden ganz in der Nähe vier Menschen bei einem Unfall verletzt. Ein 21-Jähriger geriet in einer leichten Kurve ins Schleudern und kollidierte mit einem entgegenkommenden Pkw. Der 21-Jährige wurde dabei schwer verletzt, während die drei Insassen des anderen Fahrzeugs mit leichten Verletzungen davonkamen.

Vor gefährlichem Glatteis auch in Niedersachsen und Bremen hatte am Morgen der Deutsche Wetterdienst gewarnt. Grund sei gefrierender Regen oder Sprühregen auf Straßen und Gehwegen. Es müsse mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, hieß es zunächst in einer Unwetterwarnung für Bremen und Niedersachsen, aber auch für Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. In der Nacht war es vor allem in der Region Hannover spiegelglatt, am Sonnabend herrschte dort aber Tauwetter.

dpa

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