Hamburg

Zehntausende Menschen bei Christopher Street Day

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Zum 33. Mal ist die Parade des Christopher Street Day durch die Hamburger Innenstadt gezogen.

Hamburg - Laut, bunt und schrill ging es auf dem Christopher Street Day in Hamburg zu. Mit dabei war natürlich die berühmteste Drag-Queen der Stadt: Olivia Jones lief diesmal in einem Nackt-Kostüm mit.

Bunte Trucks, Regenbogenfahnen und Partystimmung: Zum 33. Mal ist die Parade des Christopher Street Day durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Mehr als 100 000 Teilnehmer und Besucher waren beim Umzug am Samstag dabei, wie die Polizei mitteilte. Knapp 40 bunte Wagen und Fußgruppen von der Langen Reihe bis zum Jungfernstieg.

Viele Teilnehmer schwenkten bunte Fahnen und tanzten zur Musik. Und auch diesmal ging es wieder schrill zu: Ganz vorne beim Umzug lief Hamburgs bekannteste Drag-Queen Olivia Jones in einem Nackt-Kostüm mit. Etwas weiter hinten zog ein als Pferd verkleideter Mann eine kleine Kutsche.

Auch die Schaulustigen waren teils bunt verkleidet - sie trugen Perücken, Glitzerschminke und Federschmuck. Zu Beginn der Parade mussten sie noch Regenschirme aufspannen, dann schien doch noch die Sonne. „Das ist typisches Wetter für die Parade“, sagte Marc-Pierre Hoeft vom veranstaltenden Homosexuellen-Verein Hamburg Pride. „Aber jetzt haben wir perfektes Wetter zum Demonstrieren.“

Die Parade stand im Jahr der Bundestagswahl unter dem Motto: „Mehrheit für Vielfalt: Du hast die Wahl!“. Mit Plakaten prangerten die Teilnehmer die politischen Entscheidungsträger an. „Weg mit dem Ehegattensplitting! Förderung da, wo Kinder sind“ und „Schluss mit Sonntagsreden“ war darauf zu lesen.

In diesem Sommer gab es bereits in mehreren Städten Paraden, Feste und Demonstrationen anlässlich des Christopher Street Day (CSD) - er steht weltweit für das Selbstbewusstsein Homosexueller und ihren Widerstand gegen Diskriminierung. Der Tag erinnert an Vorfälle um den 28. Juni 1969 in New York: Nach einer Polizeirazzia in einer Bar kam es zum Aufstand von Schwulen und Lesben mit Straßenschlachten in der Christopher Street.

dpa

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