Nach Güterzugunfall

Zugverbindung Bremen-Hannover noch immer gestört

Bremen - Reisende in Bremen müssen sich noch ein paar Tage in Geduld üben: Nach dem dort ein Güterzug entgleist ist, gibt es weiter Behinderungen im Bahnverkehr - vor allem die Verbindung von und nach Hannover ist laut Bahn gestört.

Nach dem Güterzugunfall im Bremer Hauptbahnhof müssen sich Reisende noch mehrere Tage lang auf Behinderungen einstellen. Der Verkehr in Richtung Oldenburg, Osnabrück, Bremerhaven und Hamburg läuft zwar wieder, teilte ein Sprecher der Bahn am Freitag mit. Probleme gibt es aber noch in Richtung Hannover. Die Regionalexpress-Züge aus Hannover enden derzeit in Bremen-Sebaldsbrück, die ICE-Linie 25 (München) startet und endet in Hannover, die Linie 65 (Dresden-Oldenburg) fährt über Rheine-Osnabrück. Informationen über die aktuelle Verkehrslage gibt es auch bei der Bahn.

Die betroffenen Eisenbahnunternehmen setzen Ersatzbusse ein. Warum der Güterzug mit 20 Anhängern aus den Schienen sprang, war am Freitag noch unklar. Beamten der Bundespolizeiinspektion Bremen nahmen gemeinsam mit Experten der Eisenbahnuntersuchungsstelle des Bundes die Ermittlungen auf.

Am Donnerstagnachmittag war der unbeladene Güterzug vor dem Hauptbahnhof entgleist und hatte die Schienenanlage auf rund 2000 Meter Länge beschädigt sowie drei Oberleitungsmasten umgerissen. Verletzt wurde niemand. Zunächst sperrte die Bahn alle Gleise, so dass mehrere Stunden lang gar keine Züge fahren konnten. Tausende Reisende waren davon betroffen.

Am Abend nahm die Bahn den Verkehr auf einigen Gleise wieder auf. Nach Angaben der Bundespolizei war eine Achse des fünftletzten Waggons etwa drei Kilometer vor dem Bahnhof aus den Schienen gesprungen. Etwa 400 Meter vor der Station knickten die zunehmen ausscherende Wagen erste Signalanlagen und Masten um. Wenig später rissen die letzten vier Waggons ab.

Wie lange es nun noch zu Behinderungen im Bahnverkehr kommt, ist noch unklar.

dpa

1489428

Kommentare