Unfall mit Güterzug

Zugverbindung Hannover-Bremen bleibt mehrere Tage gestört

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Zwischen dem Vorort Seebaldsbrück und dem Bremer Hauptbahnhof werden weiter Busse eingesetzt.

Bremen - Zugreisende müssen noch mehrere Tage mit Beeinträchtigungen am Bremer Hauptbahnhof rechnen. Nach dem Entgleisen mehrerer Güterwaggons stoppen die Züge aus Richtung Hannover weiter in Bremen-Sebaldsbrück. Zwischen dem Vorort und dem Hauptbahnhof werden Busse eingesetzt.

Nach dem Güterzugunfall im Bremer Hauptbahnhof mit einem Schaden in Millionenhöhe müssen sich Reisende noch mehrere Tage lang auf Behinderungen einstellen. Der Verkehr in Richtung Oldenburg, Osnabrück, Bremerhaven und Hamburg läuft wieder, teilte ein Sprecher der Bahn am Freitag mit. Probleme gibt es aber noch in Richtung Hannover. Die Eisenbahnunternehmen setzen Ersatzbusse ein.

Warum der Güterzug mit 20 Anhängern aus den Schienen sprang, war am Freitag noch unklar. Beamten der Bundespolizeiinspektion Bremen nahmen gemeinsam mit Experten der Eisenbahnuntersuchungsstelle des Bundes die Ermittlungen auf. Nach Angaben der Bundespolizei beträgt der Schaden nach einer groben Schätzung etwa zwei Millionen Euro. Die Bahn sprach von einem Schaden im einstelligen Millionenbereich.

Am Donnerstagnachmittag war der unbeladene Güterzug vor dem Hauptbahnhof entgleist und hatte die Schienenanlage auf rund 2000 Meter Länge beschädigt sowie drei Oberleitungsmasten umgerissen. Verletzt wurde niemand. Zunächst sperrte die Bahn alle Gleise, so dass mehrere Stunden lang gar keine Züge fahren konnten. Tausende Reisende waren davon betroffen. Am Abend nahm die Bahn den Verkehr auf einigen Gleisen wieder auf.

Nach Angaben der Bundespolizei war eine Achse des fünftletzten Waggons etwa drei Kilometer vor dem Bahnhof aus den Schienen gesprungen. Etwa 400 Meter vor der Station knickten ausscherende Wagen erste Signalanlagen und Masten um. Wie lange es noch zu Behinderungen im Bahnverkehr kommt, ist unklar. Die Regionalexpress-Züge aus Hannover enden derzeit in Bremen-Sebaldsbrück. Die ICE-Linie nach München startet und endet in Hannover, auf der Linie Dresden-Oldenburg ist mit einer Verlängerung der Fahrtzeit um 60 Minuten zu rechnen.

dpa/dapd

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