Snow Dome in Bispingen öffnet wieder

Zurück auf die Piste

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Foto: Nach sieben Monaten Pause öffnet die Skihalle in der Lüneburger Heide wieder.

Bispingen - Sieben Monate nach der plötzlichen Schließung startet der Snow Dome in Bispingen am heutigen Sonnabend wieder den Betrieb. Der Investor hat 1,5 Millionen Euro ausgegeben, um die Anlage zu modernisieren und hofft, künftig schwarze Zahlen zu schreiben.

Sieben Monate nach der plötzlichen Schließung startet der Snow Dome in Bispingen am Sonnabend wieder den Betrieb. Der Investor hat 1,5 Millionen Euro ausgegeben, um die Anlage zu modernisieren und hofft, künftig schwarze Zahlen zu schreiben.Ab heute können Wintersportbegeisterte wieder auf Skiern und Snowboards die 300 Meter lange und 100 Meter breite Piste in der Anlage an der A 7 hinunterfahren. Ob der Snow Dome überhaupt wieder geöffnet werden würde, war im März nicht absehbar. Unvermittelt teilten die Betreiber damals mit, dass die Sportanlage im Heidekreis am Ostersonntag schließt. Der Grund: Es stand eine aufwendige Sanierung an, die im laufenden Betrieb nicht möglich gewesen wäre. Außerdem konnten die Anlage, die 2006 eröffnet wurde, nie Gewinne verbuchen.

Das solle sich jetzt ändern, kündigt Snow-Dome-Sprecherin Leonie Stolz an. Vor allem ein neues Kühlsystem im Boden der Halle werde dazu führen, dass die Energiekosten um rund ein Drittel sinken. Eine Wirtschaftlichkeitsbewertung habe ergeben, „dass die Anlage erfolgreich sein kann“. Das sei Voraussetzung dafür gewesen, dass der Investor – Jakob Falkner, Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden – bereit war, das Geld für die Sanierung bereitzustellen.

Eine weitere Sparmaßnahme zur Kostensenkung: Statt der bislang 137 Festangestellten und 100 Saisonkräfte werden nur noch 90 Mitarbeiter benötigt. „Die erhalten alle eine Festanstellung“, sagt Stolz. Dass weniger Personal benötigt werde, habe damit zu tun, dass die Öffnungszeiten verkürzt worden seien. Im Sommer wird die Kunstschneepiste des sogenannten Heidegletschers künftig nur noch am Wochenende geöffnet sein. Im Winter geht es für Skiläufer und Snowboarder um 13 Uhr und an Wochenenden um 9 Uhr los.

Dass zumindest ein Teil der Arbeitsplätze und eine wichtige Touristenattraktion erhalten bleiben, freut Sabine Schlüter. „Das ist ein glücklicher Tag für die Region“, sagt die Bürgermeisterin der Gemeinde Bispingen. Ähnlich bewertet das auch Antje Kohlmeyer vom Tourismusverband Erlebniswelt Lüneburger Heide: „Für unsere Gäste ist das Angebot des Snow Dome eine wunderbare Ergänzung zu anderen Freizeitmöglichkeiten im Heidekreis.“

Der Bau der Halle vor sieben Jahren kostete 26,2 Millionen Euro. Etwa 3,5 Millionen Euro der Summe steuerte damals das Land bei. Später kamen noch einmal 1,7 Millionen Euro an die Gemeinde dazu – für die Erschließung des Grundstücks. Deshalb war Wirtschaftsminister Olaf Lies an den Verhandlungen über die Rettung des Sportparks beteiligt. „Wir haben den Betreiber beraten, zum Beispiel zu möglichen Fördermitteln und ihm politisch den Rücken gestärkt“, sagt Stefan Wittke, Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Er sei sehr erfreut, dass es in Bispingen weitergehe, zumal die bereits gezahlten Zuschüsse nicht mehr hätten zurückgefordert werden können. Nun liege es in der Hand des Betreibers und seines Marketings, ob genügend Gäste kommen, um gewinnbringend zu arbeiten. „Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft sind gestellt“, betont Wittke.

Gerko Naumann

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