Münzen

Für zwei Euro Gruß aus Hildesheim

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Zwei mit neuer Münze: Ministerpräsident Stephan Weil und Kanzlerin Angela Merkel.

Berlin - Die Hildesheimer Michaeliskirche ist jetzt auf den Zwei-Euro-Münzen zu sehen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) reiste deswegen eigens nach Berlin. Und traf dort unter anderem auch auf Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Normalerweise reist ein Kirchenmann wie Pastor Dirk Woltmann nicht nach Berlin, um über Geld zu reden. Aber bislang schmückte Woltmanns Gotteshaus auf dem Hildesheimer Michaelishügel ja auch nicht die Zwei-Euro-Münze. Das ist nun anders. Das Bild der schmucken Kirche ist ab sofort millionenfach als Zahlungsmittel im Umlauf. Zum Start gab es am Freitag eine kurze feierliche Präsentation der der frisch geprägten Münze im Kanzleramt, bei der auch Pastor Woltmann zu Gast war.

Kanzlerin Angela Merkel sprach über die historische Bedeutung der Hildesheimer Kirche, die seit 1985 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört und im Jahr 2010, an ihrem 1000. Geburtstag, bereits als Briefmarkenmotiv geehrt wurde. Merkel erwähnte den kulturellen Reichtum Deutschlands und die Vorzüge der ottonischen Baukunst.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, zuständig für alle Geldfragen in der Bundesregierung, übergab anschließend - symbolisch - ein erstes Münzset an Merkel und ein weiteres an Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Die Rechnung werde demnächst zugestellt, witzelte der Minister.

Niedersachsens Regierungschef lobte seinerseits die Tradition, per Zwei-Euro-Münze die Schönheiten der Bundesländer hervorzuheben, was Merkel und Schäuble mit einem Nicken bekräftigten. Außerdem erwähnte Weil, dass die Prägekosten zweifellos die Landeskasse überfordert hätten - aber gottlob seien ja andere eingesprungen.

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