Indien

Zyklon „Phailin“ fordert erste Todesopfer

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Foto: Viele Inder haben sich nach der Warnung vor dem Zyklon „Phailin“ am Sonnabendnachmittag bereits in sichere Notunterkünfte begeben.

Neu Delhi - Hunderttausende Inder haben nach der Warnung vor dem Zyklon „Phailin“ am Sonnabendnachmittag bereits versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Nun wütet der Wirbelsturm an der Ostküste Indiens – und fordert seine ersten Todesopfer.

Der Zyklon „Phailin“ hat an der Ostküste Indiens bereits mehrere Menschen das Leben gekostet. Sieben starben seit Samstagabend (Ortszeit) durch einstürzende Häuser oder Bäume, die durch den Wirbelsturm entwurzelt wurden, wie der Nachrichtensender CNN-IBN berichtete. 18 Fischer galten vor der Küste von Orissa zunächst als vermisst.

Mit gewaltigem Wind und Regen hatte der Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern in der Stunde die Küste rund um die Stadt Gopalpur im Bundesstaat Orissa am Samstagabend (Ortszeit) erreicht. Hunderttausende Menschen hatten sich zuvor in Sicherheit bringen wollen.

Laut dem Meteorologischen Institut Indiens könne der Sturm noch eine Geschwindigkeit von 240 Kilometern in der Stunde erreichen. Nach Angaben von Prabhat Mohapatra vom Katastrophenschutz in Orissa seien die Behörden über die Nacht und am Sonntag in Alarmbereitschaft. Es würde erwartet, dass „Phailin“ etwa zwölf Stunden lang ein „sehr schwerer bis schwerer“ Wirbelsturm sei.

„Phailin“ mit einem Durchmesser von mehreren hundert Kilometern ist laut Behörden der stärkste Sturm, der Indien seit dem Jahr 1999 heimsucht. Damals starben bei einem sogenannten Super-Zyklon in Orissa 15.000 Menschen.

dpa

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