FDP erntet Spott für Wahlplakat

Wie "Conchita Wurst ohne Bart"

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Hamburg - Hamburgs FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding macht einen auf Mann: Gut zwei Monate vor der Bürgerschaftswahl am 15. Februar 2015 präsentiert sich die 38-Jährige auf einem Wahlplakat als "Unser Mann für Hamburg" – und erntet dafür Kritik und Häme im Internet.

Während die einen von einer "witzigen Idee" schwärmen, andere Suding eine "Conchita Wurst ohne Bart" nennen, zeigen sich wieder andere fassungslos: "Ich als Frau bin mehr als entsetzt, wie man sich derart unprofessionell anbiedern kann."

Die FDP um Landeschefin Suding kämpft in Hamburg ums Überleben, Umfragen sehen sie bei zwei Prozent. Zuletzt hatte die Partei in Sachsen und Thüringen trotzprovokanter Plakate wie "Keine Sau braucht die FDP"oder "Wir sind dann mal weg" den Einzug in die Landtage verpasst.

Gegenüber der Hamburger Morgenpost sagte Suding: “Das Plakat darf man mit einem ironischen Augenzwinkern sehen. Es geht darum, dass wir Entschlossenheit und Durchsetzungsstärke signalisieren wollen. Es ist der Auftakt einer Kampagne, über die zunächst einmal geredet werden soll. Das ist uns gelungen. Die weiteren Motive werden dann unsere inhaltlichen Kernbotschaften vermitteln.”

Genau den Aspekt der fehlenden "inhaltlichen Botschaften" hatten viel an der Plakataktion kritisiert. Demnach versuche die Partei nun mit Polemik, PR-Tricks und leeren Phrasen aufzuholen, was sie durch parteipolitische Inhaltsschwäche verloren habe, so der Vorwurf.

dpa/mic

Was meinen Sie? "Unser Mann für Hamburg": Die Hamburger FDP-Spitzenkandidaten irritiert die Wähler mit einer provokanten Imagekampagne. Wie finden Sie das Plakat? Das ist eine wirklich dämliche Idee. Sehr lustig. Ein bisschen Spaß muss sein. "Keine Sau braucht die FDP." // set a new cookie with expiry ten minutes function setPollCookie() { expiry = new Date(); expiry.setTime(expiry.getTime()+(10*60*1000)); document.cookie = "LastURIPoll=;path=/;expires=" + expiry.toGMTString(); }

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