Ausschreitungen wegen „Charlie“-Karikaturen

Demonstranten in Niger zünden Kirchen an

+
Foto: Am Sonnabend versammelten sich mindestens 1000 Menschen an Niameys größter Moschee, zündeten Autorreifen an und warfen mit Steinen nach der Polizei.

Zinder/Niamey - Bei Protesten gegen die jüngste "Charlie Hebdo"-Karikatur ist es am Samstag im zentralafrikanischen Niger erneut zu Ausschreitungen gekommen. In der Hauptstadt Niamey seien zwei Kirchen angezündet worden, berichtete der Journalist Birahim Ousmane am Telefon.

Die Gewalt richtete sich gegen die Mohammed-Karikatur auf dem jüngsten Titelblatt des französischen Satireblattes "Charlie Hebdo". Die Bevölkerung des Wüstenstaates ist überwiegend muslimisch. Am Freitag waren in Zinder im Süden des Landes nach Angaben des Innenministeriums vier Menschen getötet und 50 verletzt worden.

Das französische Kulturzentrum in der zweitgrößten Stadt des Landes wurde niedergebrannt, und drei Kirchen wurden geplündert. Auch eine französische Fahne brannte.

dpa

Kommentare