Edathy-Untersuchungsausschuss

Früherer Göttinger Polizeipräsident soll sich erklären

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Foto: Soll sich heute vor dem Untersuchungsausschuss: Robert Kruse, Polizeipräsident von Göttingen.

Berlin - Im Edathy-Untersuchungsausschuss werden am heutigen Donnerstag drei Polizisten aus Niedersachsen befragt. Darunter ist auch Robert Kruse, der frühere Polizeipräsident von Göttingen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wann Innenminister Boris Pistorius (SPD) vom Verdacht gegen Edathy erfuhr.

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Edathy-Affäre richtet seinen Blick auf Niedersachsen. Am Donnerstag befragt der Ausschuss drei Polizisten aus Niedersachsen, die von den Kinderporno-Ermittlungen gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy gewusst hatten. Einer von ihnen ist der frühere Göttinger Polizeipräsident Robert Kruse, der inzwischen die Polizeidirektion in Lüneburg leitet.

Er hatte den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) im Oktober 2013 über den Verdacht gegen Edathy informiert - und zwar irgendwann in der zweiten Monatshälfte. An das genaue Datum ihres Gesprächs erinnern sich allerdings bisher weder Kruse noch Pistorius.

Für den Ausschuss ist der Zeitpunkt relevant, weil er herausfinden soll, wer Edathy vor der bevorstehenden Durchsuchung seiner Büros gewarnt haben könnte. Pistorius soll am 6. Mai vor dem Ausschuss erscheinen.

dpa

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