Verbleib in Euro-Zone

Gabriel erwartet Vertragstreue von Griechen

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Berlin - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erwartet von Griechenland Vertragstreue in der Euro-Zone, unabhängig vom Ausgang der Wahlen zum Athener Parlament am 25. Januar. "Wir sind nicht erpressbar", sagte Gabriel der HAZ.

„Ziel der gesamten Bundesregierung, der EU und der Regierung in Athen selbst ist es, Griechenland in der Eurozone zu halten“, sagte der SPD-Bundesvorsitzende der HAZ. „Es gab und gibt keine gegenteiligen Pläne.“

Klar sei aber auch, dass die Eurozone heute wesentlich stabiler und widerstandsfähiger sei als noch vor einigen Jahren. „Deshalb sind wir übrigens auch nicht erpressbar, sondern erwarten von der griechischen Regierung – egal wer sie stellt –, dass die mit der EU getroffenen Vereinbarungen eingehalten werden.“ Zuvor hattedas Magazin „Spiegel“ berichtet, die Bundesregierung spiele intern einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone durch. Danach halten es Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mittlerweile für möglich, dass Griechenland notfalls aus dem Euro-Raum austritt.

Analyse

Die Analyse zum möglichen Euro-Ausstieg Griechenlands von Matthias Koch.

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger warnte dennoch vor den Risiken, die ein Ausscheiden Griechenlands aus der
Euro-Zone mit sich brächte. „Auch wenn die Situation Griechenlands nicht mit der anderer Mitgliedsstaaten vergleichbar ist, würde damit ein Geist aus der Flasche gelassen, der nur schwer beherrschbar wäre.“

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