Raketenabwehrsystem Meads

Kritik an von der Leyens Milliardenprojekt

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Ursula von der Leyens Rüstungsprojekt Meads steht in der Kritik.

- Es handelt sich um das wichtigste, heikelste und teuerste Projekt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: die Anschaffung des Raketenabwehrsystems Meads. Allein die Entwicklung soll vier Milliarden Euro kosten.

  1. Verteidigungsministerium informiert Fachpolitiker
  2. Grüne und Linke ritisieren Planung und Kosten
  3. Meads soll Angriffe von Flugzeugen und Raketen abwehren

Die Opposition hat die geplante Ausrüstung der Bundeswehr mit dem mehrere Milliarden Euro teuren Raketenabwehrsystem Meads scharf kritisiert. „Das Rüstungsabenteuer Meads droht zum nächsten Milliardengrab zu werden“, sagte Agnieszka Brugger (Grüne). „Statt eine kluge Sicherheitspolitik zu verfolgen, arbeitet Ursula von der Leyen lieber die Wunschzettel der Rüstungsindustrie ab.“

Alexander Neu (Linke) forderte von der Leyen auf, zunächst ein Luftverteidigungskonzept vorzulegen. „Was soll Meads, wenn es ein solches Konzept noch nicht gibt?“, fragte er. „Wir haben es mit einem System zu tun, dessen Leistungsmerkmale bislang nicht ausreichend vorhanden sind, und dessen Preis hoch ist.“

Das Verteidigungsministerium hatte Fachpolitiker der Koalition darüber informiert, dass das unter deutscher Beteiligung entwickelte Medium Extended Air Defense System – kurz Meads – für die Bundeswehr beschafft werden soll. Bis 2025 soll das neue Waffensystem die bisher von der Bundeswehr genutzten Patriot-Einheiten des US-Herstellers Raytheon ablösen.

Die Meads-Entwicklung hat bereits vier Milliarden Euro gekostet. Weitere drei bis vier Milliarden werden wahrscheinlich noch fällig. Das neue Waffensystem soll Angriffe mit Flugzeugen und Raketen abwehren können. Zu einer Einheit gehören Gefechtsstände, ein 360-Grad-Aufklärungsradar, Feuerleitradare und mehrere Raketenabschussrampen.

Das Raketenabwehrsystem Meads

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Es handelt sich bei Meads um die in absehbarer Zeit wichtigste, teuerste und heikelste Entscheidung der Verteidigungsministerin. Doch es gibt noch weitere heiße Eisen unter den Rüstungsprojekten der Bundeswehr. Zum Beispiel die Aufklärungsdrohne Euro Hawk, die von der Leyens Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) fast das Amt gekostet hätte.

Wegen massiver Probleme bei der Zulassung des unbemannten Fliegers für den deutschen Luftraum und einer drohenden Kostenexplosion wurde die Entwicklung im Frühjahr 2013 gestoppt. Seitdem wird nach einem anderen Flugzeug gesucht, in das die von Airbus stammende Aufklärungstechnik eingebaut werden kann. Derzeitiger Favorit: eine Schwesterdrohne des Euro Hawk namens Triton.

Ein Raketenwerfer des Abwehrsystems Meads

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Außerdem will die Ministerin die Bundeswehr mit bewaffnungsfähigen Drohnen ausrüsten. Zur Auswahl stehen eine US-Drohne, die Reaper (Sensenmann) oder Predator B (Raubtier) genannt wird, und Heron TP (Reiher) aus Israel. Die Entscheidung wird noch vor Ende des Jahres erwartet.

Eine andere Baustelle ist das Transportflugzeug A400M: Deutschland hat 53 dieser Transportflugzeuge bestellt. Sie sollen die bis zu 46 Jahre alten Transall-Maschinen ablösen.

von Michael Fischer

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