Obama trifft Castro

Kuba erstmals bei Amerika-Gipfel

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Panama-Stadt - Kuba kommt aus der Isolation. Beim Amerika-Gipfel in Panama wollen sich sogar Raúl Castro und Obama treffen. Doch der Weg zur Normalität ist lang.

Nach dem Ende der über 50-jährigen Eiszeit mit den USA nimmt das sozialistische Kuba erstmals an einem Amerika-Gipfel teil. Als Symbol des Neustarts mit dem einstigen kapitalistischen Erzfeind wollen auchKubas StaatschefRaúl Castro und US-Präsident Barack Obama zu einem ersten direkten Gespräch zusammenkommen.

Obama und Castro trafen am Donnerstagabend (Ortszeit) zum Gipfel in Panama-Stadt ein. Der zweitägige Gipfel am Freitag und Samstag, zu dem erstmals alle 35 amerikanische Staaten geladen sind, steht ganz imZeichen der kubanisch-amerikanischen Annäherung.

Die US-Regierung will dazu Kuba auch von der Liste der Terror-Unterstützer nehmen. Dies empfehle das Außenministerium nach längerer Prüfung, teilte derdemokratischeSenatorBen Cardinmit. Es handele sich dabei um einen wichtigen Schritt bei der im Dezember eingeleiteten Annäherung, fügte der Senator in einer Mitteilung hinzu.

Auf der Terrorliste der USA stehen derzeit neben Kuba der Iran, Syrien und der Sudan. In Panama wird erwartet, dass die USA ihre Entscheidung bereits während des Gipfels offiziell verkünden könnten. Obama sagte aber kurz zuvor in Jamaika, es gebe noch keine Entscheidung.

Nach der sozialistischen Revolution in Kuba 1959 und der anschließenden Enteignung amerikanischer Unternehmen waren sich Havanna und Washington über Jahrzehnte spinnefeind. US-Geheimdienste versuchten mehrfach den Revolutionsführer Fidel Castro zu ermorden und steckten auch hinter einem Invasionsversuch 1961.

Zudem verhängten die USA ein Wirtschafts-und Handelsembargo, mit dem sie den sozialistischen Staat aushungern wollten. Doch Fidel Castro hielt sich an der Macht, 2006 übergab der heute 88-Jährige die Regierungsgeschäfte an seinen Bruder Raúl(83).

Doch der Weg zu einer echten Normalisierung ist lang. Nach wie vor ist völlig unklar, wann die USA ihre Sanktionen aufheben könnten. Bislang gibt es nur leichte Lockerungen. Vorallem viele Republikaner in den USA laufen Sturm. In Kürze wollen beideLänder wieder Botschaften eröffnen.

dpa

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