Historische Entscheidung

Oberstes US-Gericht legalisiert Homoehe

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Foto: Entscheidung für die Homoehe: Der Supreme Court kippt das Verbot in 13 Bundesstaaten.

Washington - Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Homoehe in allen Bundesstaaten legalisiert. In einer historischen Entscheidung urteilte der Supreme Court, dass das Verbot von gleichgeschlechtlichen Eheschließungen gegen die Verfassung verstößt.

Das höchste US-Gericht hat die Homo-Ehe in allen 50 Bundesstaaten für zulässig erklärt. Die amerikanische Verfassung garantiere landesweit ein Recht auf gleichgeschlechtliche Eheschließungen, urteilten die Richter laut der am Freitag veröffentlichten Entscheidung. Die bislang bestehenden Verbote in 14 Bundesstaaten müssen damit aufgehoben werden. Derzeit erlauben 36 Staaten sowie der Bundesdistrikt Washington D.C. die Homo-Ehe.

Präsident Barack Obama bezeichnete das Urteil als großen Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben. Die mit fünf zu vier Richterstimmen knapp ausgefallene Entscheidung des Supreme Court ist der bislang größte rechtliche Erfolg für Befürworter der Homo-Ehe in den USA. Fünf der neun Richter gelten als eher konservativ, vier als eher fortschrittlich orientiert.

Vor dem Gerichtsgebäude in Washington versammelten sich Medienberichten zufolge Tausende Befürworter der Homo-Ehe. Kurz nach der Entscheidung fielen sie sich jubelnd in die Arme und feierten die bahnbrechende Entscheidung.

dpa/afp

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