Vor den Wahlen in Bremen

Parteienforscher: CDU droht nächstes Debakel

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Bremen - Nach dem deströsen Abschneiden der CDU bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg droht den Christdemokraten nach Ansicht des Parteienforschers Lothar Probst das nächste Debakel bei den Wahlen in Bremen. Dort wird am 10. Mai ein neues Landesparlament gewählt.

"Die Union muss sich in Bremen mächtig ins Zeug legen, wenn sie ein Desaster wie in Hamburg vermeiden will", sagte der Politikwissenschaftler Lothar Probst von der Universität Bremen "Handelsblatt" (Online).

Mit der Bundestagsabgeordneten Elisabeth Motschmann trete die CDU an der Weser zwar mit einer Kandidatin an, die bekannter als der Hamburger Spitzenmann Dietrich Wersich sei. An die Popularität von Amtsinhaber Jens Böhrnsen (SPD) komme sie aber nicht heran.

"Auch zum Regieren wird die CDU in Bremen nicht gebraucht, da eine erneute Mehrheit von Rot-Grün so gut wie sicher ist", sagte Probst. Dass die Alternative für Deutschland (AfD) wie in Hamburg den Sprung in die Bürgerschaft schaffe, sei nicht ausgemacht. Sie werde der CDU dennoch Stimmen kosten. Bei der letzten Landtagswahl in Bremen hatte die CDU mit knapp über 20 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit fünf Jahrzehnten eingefahren und war als drittstärkste Kraft hinter die Grünen zurückgefallen.

lni

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