Ukraine-Konflikt: Ministerpräsident zu Gesprächen in Berlin

Premier Jazenjuk setzt Europa unter Druck

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Foto: Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk (rechts) und Bundeskanzlerin Angela Merkel debattieren im Bundeskanzleramt in Berlin.

Berlin - Regierungschefin Angela Merkel empfängt den ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk im Kanzleramt. Thema sollen die Außen- und Europapolitik, das Verhältnis zu Russland und die Lage in der Ukraine sein.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat vom Westen im Ukraine-Konflikt eine gemeinsame Haltung gegenüber Russland verlangt. „Wir können nur Erfolg haben, wenn wir gemeinsam handeln – wenn jeder in der EU, in den USA und in der Ukraine zusammen und geeint bleibt“, sagte Jazenjuk am Donnerstag bei einem Besuch in Berlin.

Zugleich warf er Russlands Präsident Wladimir Putin vor, Zusagen zur Regelung des Konflikts im Osten der Ukraine mehrfach gebrochen zu haben.

Jazenjuk hält sich zu einem zweitägigen Besuch in Berlin auf. Dabei steht auch ein Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Programm. Ziel ist, den Friedensvereinbarungen von Minsk, die bereits im September unterzeichnet wurden, Geltung zu verschaffen. Jazenjuk sagte, die Ukraine habe all ihre Zusagen erfüllt. Jetzt müsse auch Russland alle Punkte einhalten. „Die Vereinbarung von Minsk ist keine Speisekarte, aus der man sich die Kirschen herauspicken kann.“

dpa

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