Flüchtlingsverteilung in der EU

Saar-Ministerpräsidentin fordert Sanktionen

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Berlin - Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat Sanktionen für EU-Staaten gefordert, die einen verbindlichen Verteilschlüssel für Flüchtlinge ablehnen. Man könne nicht die Vorteil der EU nutzen und seinen Verpflichtungen nicht nachkommen, sagte sie am Mittwoch.

"Wer auf der einen Seite Verpflichtungen nicht einhält, der kann auf der anderen Seite auch nicht sozusagen ungeschmälert von allem profitieren, was die EU zu bieten hat", sagte Annegret Kramp-Karrenbauer am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Von der maßgeblich von Merkel betriebenen Öffnung der Grenzen für Tausende Flüchtlinge vor knapp zwei Wochen habe sie erst aus den Medien erfahren, "im unmittelbaren Umfeld der Veröffentlichungen". Kramp-Karrenbauer verteidigte zugleich Merkel: "Selbst wenn die Kanzlerin uns zwei Stunden vorher darüber informiert hätte, hätte das an den Zahlen, die kommen, nichts geändert." Es gebe Situationen, die seien nicht bis auf die letzte Kommastelle planbar.

dpa

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