Ägypten

Sicherheitskräfte töten irrtümlich Touristen

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Kairo - Im Kampf gegen den Terror lässt Ägyptens Regierung normalerweise wenig Zweifel daran, hart durchzugreifen. Nun traf das Militär aber keine Dschihadisten – sondern tötete versehentlich Touristen.

Bei der Jagd auf Terroristen haben ägyptische Sicherheitskräfte irrtümlich eine mexikanische Touristengruppe angegriffen und zwölf Menschen getötet. Zusätzlich seien zehn Menschen verletzt worden, gab das Innenministerium in einer Stellungnahme am Montagmorgen bekannt. Bei dem Vorfall in der Wüste im Westen des Landes seien neben Mexikanern auch Ägypter gestorben, hieß es. Wie viele Mexikaner unter den Opfern waren, teilte das Ministerium zunächst nicht mit.

Der Stellungnahme zufolge hatten Polizei- und Armeekräfte am Sonntag in der Region Terroristen verfolgt und die vier Geländewagen der Urlauber irrtümlicherweise für Autos von Extremisten gehalten. Die Gruppe sei durch eine für Zivilisten verbotene Sperrzone gefahren. Unterstützer eines ägyptischen Ablegers der Terrormiliz IS hatten am Sonntag in einer online verbreiteten Stellungnahme behauptet, in der westlichen Wüstenregion in Gefechte mit der Armee verwickelt zu sein. Die Gegend war bei Touristen wegen ihrer malerischen Oasenstädte einst beliebt. Wegen der angespannten Sicherheitslage bleiben die meisten Urlauber momentan aber fern.

Im Kampf gegen den Terror hatten die ägyptischen Behörden im Osten des Landes seit Tagen von Erfolgen berichtet: Dutzende Dschihadisten seien bei einer Offensive des Militärs auf der unruhigen Sinai-Halbinsel getötet oder festgenommen worden. In den vergangenen Monaten hatte es vor allem im Norden des Sinai und in der Hauptstadt Kairo vermehrt Bombenanschläge und Angriffe auf Sicherheitskräfte gegeben.

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