Vor Krisengipfel

Tsipras präsentiert Lösungsvorschläge

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Athen - Einen Tag vor dem Euro-Krisengipfel hat Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras seine Vorschläge für eine "endgültige Lösung" der Schuldenkrise präsentiert.

Tsipras habe seine Position am Sonntag in Telefonaten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Staatspräsident François Hollande und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker erläutert, hieß es in einer Erklärung der Regierung in Athen. Ob Tsipras auf die Forderungen der Gläubiger zu weiteren Spar- und Reformmaßnahmen einging, blieb zunächst offen. In der Erklärung hieß es lediglich, die Vorschläge zielten auf eine "Vereinbarung zum gegenseitigen Nutzen" ab. Athen wehrt sich bislang insbesondere gegen Einschnitte bei Renten, höhere Mehrwertsteuern und die Fortführung der Arbeitsmarktreform. Die Euro-Partner ihrerseits wollen Athen keinen Schuldenerlass in Aussicht stellen.

Die Verhandlungen dauern seit fünf Monaten. Bislang halten Euro-Länder und Internationaler Währungsfonds (IWF) 7,2 Milliarden Euro an Krediten zurück, weil Athen die Auflagen nicht erfüllt hat. Sollte es in den kommenden Tagen keine Einigung geben, droht Athen am 30. Juni die Zahlungsunfähigkeit, wenn eine Rate von 1,5 Milliarden Euro beim IWF zurückgezahlt werden muss.

afp

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