„Die reden ja nicht mit uns“

Ulbig bezweifelt Pegida-Gesprächsbereitschaft

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Die Pegida protestieren gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes und fordern eine schärfere Asylpolitik.

Dresden - Sachsens Innenminister Markus Ulbig glaubt nicht, dass die Organisatoren der islamkritischen „Pegida“-Demonstrationen an ernsthaften Gesprächen über die eigenen Forderungen interessiert sind. Sie protestieren gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes und fordern eine schärfere Asylpolitik.

„Vielleicht ist es ja so, dass diejenigen, die das organisieren, wissen, dass, wenn es ernstzunehmende Gespräche gäbe, sich zumindest ein Teil der Veranstaltungen überleben würde. Und insofern könnte es bewusstes Kalkül sein, immer nur zu sagen „Die reden ja nicht mit uns“, um genau diesen Mythos weiterzubauen“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Seit Wochen folgen Tausende Menschen in Dresden den Demonstrationsaufrufen der „Pegida“-Bewegung („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“). Ulbig sagte, „Pegida“ werde derzeit nicht vom Verfassungsschutz beobachtet. Dennoch schaue man genau hin.

dpa

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