1000 zusätzliche Flüchtlinge angekündigt - Arolsen hat Losung in der Schublade

Alles muss ganz schnell gehen

Das Luftbild aus dem Jahr 2005 zeigt die Kasernenblöcke, die von 2011 bis Anfang 2015 abgerissen werden mussten. 

Bad Arolsen. Die Nachricht aus Wiesbaden traf den Bad Arolser Bürgermeister nicht unvorbereitet: Der Landkreis soll für weitere 1000 Flüchtlinge Erstaufnahmeeinrichtungen bereitstellen. Die Stadt Bad Arolsen hat sich bereit erklärt, weitere 250 aufzunehmen, wenn dafür im Gegenzug die Hallen in der Mengeringhäuser Altstadt geräumt werden. Zu diesem Zweck sollen in Rekordzeit  vier neue Wohnblocks in Holzständer-Bauweise auf dem Mengeringhäuser Hagen errichtet werden.

In Bad Arolsen wohnen aktuell 586 Flüchtlinge. Davon wurden Anfang Oktober rund 250 in die Erstaufnahmeeinrichtung am Rande der Mengeringhäuser Altstadt eingewiesen. Die anderen wohnen teilweise schon seit 15 Jahren in Bad Arolsen, andere erst seit 15 Tagen. Manche haben den Status eines anerkannten Asylberechtigten, andere sind nur geduldet, warten auf ihre Abschiebung oder gelten, wie die meisten Syrien als privilegiert im Flüchtlingsaufnahmeverfahren.

Bürgermeister Jürgen van der Horst drängt mit seinem Amtskollegen Elmar Schröder, der in Diemelstadt auch schon überdurchschnittlich viele Flüchtlinge aufgenommen hat, darauf, dass die Verteilung der Flüchtlinge im Landkreis künftig gerechter vonstattengeht.

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