Bundesweit bekannter Boxtrainer plant neue Jugendhilfeeinrichtung

Akademie Kannenberg

+

Diemelstadt - Nach fünf Jahren Boxcamp in Kassel und zehn Jahren Trainingscamp am Kragenhof und in Rhoden plant Lothar Kannenberg nun neue Projekte in Bremen und Magdeburg. Seinen privaten Lebensmittelpuntk will er allerdings im Raum Bad arolsen beibehalten.

Er stand schon mit Bundespräsident Horst Köhler und Ministerpräsident Roland Koch im Ring, doch die wahren Kämpfe werden auf der Straße geführt, wo orientierungslose Jugendliche zu Straftätern werden und immer wieder von der Polizei aufgegriffen werden.

Diesen in den Augen vieler Menschen unverbesserlichen Jugendlichen hat Lothar Kannenberg sein Leben gewidmet. Ihnen will er eine zweite Chance geben.

Und weil sich die Probleme vor allem in den Großstädten häufen, erreichen Lothar Kannenberg ständig neue Hilferufe von Sozialdezernenten aus der ganzen Republik.

Der 57-Jährige hat sich daher entschieden, die Leitung des von ihm mitgegründeten Jugendcamps in Rhoden dem dortigen Trägerverein zu überlassen und neue Projekte aufzubauen.

„Ich danke allen, die mich in Kassel und Rhoden so toll unterstützt haben“, sagt Kannenberg und bezieht in den Dank seine langjährigen Weggefährten und Mitarbeiter, aber auch die Nachbarn, Sponsoren und Förderer in den Landesregierungen der Ministerpräsidenten Roland Koch und Volker Bouffier mit ein.

Die von der Uni Kassel abgeschlossene Evaluation seiner Arbeit sieht er als wissenschaftliche Bestätigung seines Erfolges.

Gern hätte Kannenberg noch eine Folgeeinrichtung für die von ihm betreuten jugendlichen eröffnet, aber irgendwie habe sich das von ihm geplante Schulprojekt in Vasbeck am Ende doch nicht umsetzen lassen.

Doch Kannenberg wäre nicht Kannenberg, wenn er seine Vision nicht weiterverfolgen würde. Unter dem Namen „Akademie Kannenberg“ hat er in der Lüneburger Heide eine GmbH gegründet, die genau eine solche Folgeeinrichtung für jugendliche Intensivtäter zum Ziel hat.

Zusammen mit zwei auf diesem Gebiet ebenfalls sehr erfahrenen Mitstreitern will er ein neues Trainingscamp aufbauen. In der angegliederten Schule sollen die Jugendlichen dann innerhalb von sechs Monaten auf die Schule vorbereitet und zum Schulabschluss hingeführt werden. Die Anerkennung als Jugendhilfeeinrichtung ist beantragt.

Unterdessen betreut Kannenberg in Bremen und Magdeburg eine Reihe von ambulanten Jugendhilfeprojekten. Außerdem hat sein langjähriger Freund und Boxweltmeister Artur Abraham bei Kannenberg angefragt, ob er nicht ein Boxcamp für Jugendliche in Berlin aufbauen möchte.

Doch bei dieser Anfrage wird Kannenberg wahrscheinlich absagen: „Ich kann unmöglich alles gleichzeitig machen. Mit 57 Jahren möchte ich auch etwas kürzer treten.“ Deshalb hat sich Kannenberg in den vergangenen Monaten auch auf die Mitarbeiterschulung konzentriert.

Daneben ist er ein viel gefragter Berater bei Jugendhilfeeinrichtungen und Polizeibehörden. Für Mitarbeiterschulungen und Konfliktlösungsseminare ist Kannenberg mit seinem bundesweiten Ruf häufig gebucht.

Mehr im Internet unter www.akademie-Kannenberg.com

Kommentare