90 Rinderzüchter tagen in Landau und wählen neuen ZBH-Bezirksvorstand

Alles dreht sich um Kuhkomfort

Landau - Bei ihrer gemeinsamen Wintertagung haben die Bezirksverbände der Zucht- und Besamungsunion Hessen (ZBH) und des Hessischen Verbands für Leistungsprüfung in der Tierzucht (HVL) neue Vorstände gewählt und sich von vier Referenten rund die Themenbereiche Zucht und Vermarktung informieren lassen.

Die Tagung klang nach dem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus Kranz aus mit einer Besichtigung der neuen Stall- und Melkanlage der Familie Merten. Der ZBH-Bezirksverband Waldeck ist einer der größten in Hessen. So war es kein Wunder, dass rund 90 Rinderzüchter zur Jahreshauptversammlung in die Bergstadt Landau gekommen waren.

Bei den Vorstandswahlen wurde das Führungsgremium unter Leitung von Martin Schäfer (Rattlar) und Bernd Meier (Wetterburg) im Amt bestätigt. Zum Vorstand gehören außerdem Sonnhild Drebes (Alraft), Peter Mitze (Münden), Michael Bergmann (Immighausen), Florian Viering (Landau), Ralf Meier (Landau) und Friedrich Brocke (Sudeck). Bei den Wahlen zum HVL-Vorstand wurde der bisherige Vorsitzende Jörn Grebe verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde Reinhard Bürger-Grebe (Helmscheid) gewählt. Sein Stellvertreter ist Bernd Jungermann (Mehlen). Neu im Vorstand ist außerdem Friedrich Brocke (Sudeck). Bei den anschließenden Referaten ging es um Leistungsdaten, Kontrolldaten und Krankheitsbilder in der Tierzucht. Ein weiteres Thema lautete Zuchtwertschätzung auf Kalbeeigenschaft.

Nach so viel Theorie ging es zur Betriebsbesichtigung in die Sandlandstraße. Hier hat die Heinz und Christian Merten GbR im vergangenen Jahr einen neuen Boxenlaufstall im Außenbereich, Drei-Reiher mit außen liegendem Futtertisch errichtet. Außerdem war das Melkhaus mit Doppel-12er-Side-by-Side-Melkstand Teil der Großinvestition. Der Familienbetrieb bewirtschaftet 55 Hektar Acker- und 50 Hektar Grünland und hält 140 Milchkühe, 125 Stück weibliches Jungvieh und sechs Zuchtbullen. Heinz und Christian Merten verstehen eine Menge von Kuhkomfort, sonst hätte ihr Betrieb nicht schon sieben Tiere mit einer Lebensleistung von über 100 000 Litern hervorbringen können.

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