Domanialverwaltung lässt Büros im Schloss Rhoden vermarkten

Arbeitsplätze mit Ausblick

Blick über Altstadt von Rhoden durch das Gerüst der Schlossbaustelle. Fotos: Elmar Schulten

Diemelstadt-Rhoden - Ein Büro im Schloss - das wäre doch was!- An der Autobahnabfahrt in Rhoden wirbt seit Jahresanfang ein Schild mit der schlichten Aufschrift www.buero-im-schloss.de für diesen Traum von einem Arbeitsplatz.

Die Waldeckische Domanialverwaltung hat die Korbacher Gesellschaft für Geschäftsraumvermittlung Immobilien (GfG) mbH von Hubert Thorwirth und seiner Tochter Nadia Thorwirth-Vahl mit der Vermarktung von rund 750 Quadratmetern Büroflächen im Schloss Rhoden beauftragt.

Die Domanialverwaltung lässt derzeit bekanntlich für rund 8,7 Millionen Euro das Rhoder Wahrzeichen renovieren. Hauptmieter wird der Energieversorger EWF mit seiner Windkraft-Tochter VEW sein.

Diese Büros und Besprechungsräume befinden sich vor allem im repräsentativen Mittelrisalit und Haupteingang des historischen Gebäudes. Dieser Teil soll voraussichtlich schon im Mai seiner Bestimmung übergeben und einer breiten Öffentlichkeit bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden.

Im Ostflügel des Schlosses aber werden in einem zweiten Bauabschnitt 600 Quadratmeter Büroflächen auf drei Ebenen entstehen. Weitere 150 Quadratmeter Bürofläche stehen im ehemaligen Försterhaus auf zwei Ebenen zur Verfügung.

Nutzer können mitgestalten

Gewerbliche Mieter, die Interesse an einem repräsentativen Firmensitz haben, können hier für nur 5,50 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Mehrwertsteuer und Nebenkosten erstaunlich günstig unterkommen.

Der leitende Direktor der Domanialverwaltung, Rolf Kaufmann, unterstrich, dass ihm vor allem daran gelegen sei, langfristige Nutzer für das Schloss zu gewinnen. Voraussetzung sei auch, dass der gewerbliche Mieter umsatzsteuerpflichtig ist. Schließlich kann die Domanialverwaltung auf diese Weise die Umsatzsteuer für die Sanierungsrechnungen steuerlich in Ansatz bringen und so die Baukosten um den Mehrwertsteuersatz senken.

Völlig kostendeckend könne die Miete für ein solches Schloss aber niemals sein, ergänzte Kaufmann und verwies auf die Erfahrungen mit den anderen waldeckischen Schlössern. Das sei auch den politischen Gremien im Landkreis bewusst.

Allerdings sei es das Bestreben aller Beteiligten, das denkmalgeschützte Erbe des Landkreises durch eine möglichst sinnvolle Nutzung langfristig zu erhalten.

Rolf Kaufmann appellierte an mögliche Interessenten, sich möglichst bald für die 100 Quadratmeter im Erdgeschoss, die 236 Quadratmeter im ersten Obergeschoss oder die 237 Quadratmeter im zweiten Obergeschoss zu melden. Noch habe der Innenausbau nicht begonnen. Noch könne ohne großen Aufwand Rücksicht auf die Zuschnitt-Wünsche der künftigen Nutzer genommen werden. Mit der Übergabe der komplett sanierten Flächen an die neuen Mieter werde im Frühjahr 2016 gerechnet.

Ansprechpartnerin ist Nadia Thorwirth-Vahl bei der GfG mbH, Telefon 05631/7034, über die Internetseite www.buero-im-schloss.de oder auf dem Immobilienportal Immowelt unter der Objektnummer 24VPE4T

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