Bad Arolsen setzt auf steuerlichen Querverbund

Arobella-Bad wird an EWF verkauft

- Bad Arolsen (-es-). Elf Jahre nach Eröffnung des Freizeitbades Arobella hat das Stadtparlament den Verkauf des alljährlichen Verlustbringers an den Energieversorger EWF genehmigt. Die Abstimmung erbrachte 24 Ja-Stimmen bei vier Gegenstimmen von der Bürgerliste.

Ein kompliziertes Vertragswerk, das aber noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Oberfinanzdirektion steht, regelt die Übernahme der jährlichen Betriebskostendefizite durch die Stadt, die Auflösung des städtischen Eigenbetriebes Bäder, die Gründung einer Betriebsführungsgesellschaft und die Beteiligung der Stadt am Zweckverband Energie Waldeck-Frankenberg. Weiterhin ist geplant, die Beteiligung der Bad Arolser Kommunalbetriebe (BAK) an der Bad Arolser Nahwärme GmbH um zwei Prozent auf 53 Prozent zu erhöhen. Durch die geplante Konstruktion reduzieren die Verluste des Freizeitbades Arobella das steuerliche Ergebnis der EWF GmbH. Der Steuervorteil von rund 27 Prozent bei der Körperschafts- und Gewerbesteuer auf Ebene der EWF und von weiteren 15,8 Prozent der Kapitalertragssteuer bei der Gewinnausschüttung von der EWF GmbH an den Zweckverband werden zu Gunsten des Fehlbetrages des Freizeitbades verrechnet. Dadurch würde der städtische Haushalt voraussichtlich in einer Größenordnung von 600 000 Euro entlastet.

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