Höhepunkt in der nordhessischen Kulturlandschaft neben documenta

27. Arolser Barock-Festspiele eröffnet

Bad Arolsen - Pünktlich zur Eröffnung der 27. Arolser Barock-Festspiele strahlte die Sonne, passend zu einem ausgezeichneten Kartenvorverkauf für alle Konzerte.

Bad Arolsen. „Die Barock-Festspiele sind zukunftssicher und haben ihr Publikum gefunden“, erklärte Bürgermeister Jürgen van der Horst bei der Eröffnungsfeier im fast voll besetzten Steinernen Saal des Residenzschlosses. Seit 2009 unter der neuen Leitung von Prof. Dorothee Oberlinger, sei das Musikfest ein Erfolgsmodell und ein Werbeträger für die Kulturhauptstadt: „So kann es weitergehen.“ Möglich geworden seien die von einem motivierten Team um Wilhelm Müller organisierten Festspiele durch gute Sponsoren, so etwa das Land, die Sparkassen-Kulturstiftung und private Förderer. Die Festspiele gehören seit vielen Jahren zu den Höhepunkten im vielfältigen kulturellen Leben der Region, das von Angeboten kleiner Kulturvereine bis hin zur weltweit Maßstäbe setzenden documenta reiche, wie der Schirmherr, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, dazu erklärte. Die Barock-Festspiele würden nicht nach einem Muster der Beliebigkeit, sondern mit viel Herz gestaltet. Künstler von Weltrang und junge, hoffnungsvolle Musiker gestalten ein Programm für Kenner und Genießer, wie Landrat Dr. Reinhard Kubat anmerkte. Dabei würden auch heimische Kulturfreunde das Rahmenprogramm mitgestalten. Die Intendantin Dorothee Oberlinger sei zudem ein Gewinn für Bad Arolsen. Der Rathauschef habe Befürchtungen widerlegt, die Kommune würde im Zuge der Sparmaßnahmen kulturell tabula rasa machen. Vielmehr wolle sie ihr kulturelles Standbein nicht wegstoßen: „Es werden weitere Barock-Festspiele stattfinden und Führungen durch die Museen.“Umrahmt wurde die Feier von der Fontana di Musica, dem Parforcehornbläsercorps und vor dem Schloss von der Falknerin Tatjana Schmücker und Barock-Reiterinnen. (ah)

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