Bad Arolsen

Bad Arolser Bürgermeister rückt Fakten im stadtübergreifenden Schulstreit zurecht

- Bad Arolsen (-es-) In der anhaltenden Diskussion um die Grundschulbezirke hat der Bad Arolsen Bürgermeister Jürgen van der Horst die Fakten aus seiner Sicht zurechtgerückt. „Die Überlegungen der Stadt Bad Arolsen zur Neuordnung der Grundschulbezirke wurden weder gegenüber Diemelstadt im Verborgenen entwickelt noch wurden dabei die Auswirkungen auf die Grundschulen in Wrexen und Rhoden außer Acht gelassen“, stellt van der Horst fest.

Er habe den Bürgermeisterkollegen Rolf Emde erstmals mündlich bei einem Termin in Rhoden am 22. Juni über die Überlegungen der Stadt Bad Arolsen informiert, die Stadtteile Kohlgrund und Schmillinghausen zukünftig dem Grundschulbezirk Helsen zuzuordnen. Bei diesem Termin sei auch die Leiterin der „Schlossbergschule“ Rhoden anwesend gewesen. Beide hätten schon damals ihre Vorbehalte gegen eine solche Lösung an gemeldet. Am 17. August unterrichtete Bürgermeister van der Horst seinen Diemelstädter Kollegen über das Ergebnis der internen Vorberatungen der Stadt Bad Arolsen und verwies darauf, dass beabsichtigt sei, Kohlgrund und Schmillinghausen der Grundschule Helsen zuzuordnen, und dass diese Überlegungen mit dem Fachdienst Schulen beim Landkreis abgestimmt worden seien. Außerdem sei darüber gesprochen worden, dass der Fachdienst Schulen davon ausgehe, dass die Grundschulen in Wrexen und Rhoden ihre Zweizügigkeit unabhängig von den vorgesehenen Änderungen nicht werden halten könnten. Bürgermeister van der Horst habe Emde sodann die vorläufigen Schülerzahlen zu den Diemelstädter Grundschulen übergeben. Es sei vereinbart worden, dass dieser seinerseits die betroffenen Grundschulen informiere und Kontakt mit dem Landkreis aufnehme, um dann eine abgestimmte Stellungnahme der Stadt Diemelstadt zu dem Entwurf des Schulentwicklungsplans zu koordinieren. Bürgermeister Emde habe hierbei bereits seinen Widerstand gegen die Pläne an gekündigt. Vor diesem Hintergrund könne der Vorwurf, Bad Arolsen habe über ihre Pläne nicht informiert und Diemelstadt habe erst aus der Presseberichterstattung hiervon erfahren, nicht unwidersprochen bleiben. Selbstverständlich hätten die Verantwortlichen der Stadt Bad Arolsen auch die Auswirkungen für die Diemelstädter Grundschulen berücksichtigt. So wiesen die im August bekannten Schülerzahlen für beide Schulen aus, dass diese zukünftig auch mit den Kohlgrunder und Schmillinghäuser Kindern nicht mehr zweizügig seien, also die Zahl der Klassen nicht beeinflusst werde. Diese Daten seien auch Grundlage für die Vorberatungen der Stadt Bad Arolsen gewesen. Die nun bekannt gewordenen aktualisierten Schülerzahlen des Landkreises sähen für die Grundschule Wrexen in den Jahren 2011 bis 2014 auch bei einer Beibehaltung der Schulbezirke nur Einzügigkeit vor, lediglich im Jahr 2015 wird die Grenze zur Zweizügigkeit einmalig mit einem Schulkind überschritten. Bei der Grundschule Rhoden bleibe es auch in den Jahren 2011 bis 2013 bei der prognostizierten Einzügigkeit. In den Jahren 2014 und 2015 überschreite die Grundschule Rhoden die Grenze zur Zweizügigkeit nur jeweils mit einem Kind.Dabei machten schon jetzt Schmillinghäuser Eltern von der Möglichkeit Gebrauch, ihr Kind per Gestattung in der Grundschule Helsen beschulen zu lassen. Vor diesem Hintergrund könne die Stadt Bad Arolsen nicht davon ausgehen, dass mit den Kohlgrunder und Schmillinghäuser Kindern die Zweizügigkeit der Grundschulen in Diemelstadt nachhaltig gesichert werden könne.

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