DRK-Kreisverband investiert rund 600.000 Euro in Garagen und Wachgebäude

Bad Arolser Rettungswache wird modernisiert

DRK-Geschäftsführer Gerd Brückmann erläutert die Umbaupläne für dei Rettungswache an der Uplandstraße. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen - Rettungsfahrzeuge und Notarzteinsatzwagen für Nordwaldeck sind ins Berufsbildungswerk ausquartiert: Der DRK-Kreisverband lässt die Rettungswache am Hünighäuser Weg für rund 600.000 Euro modernisieren.

Seit 26 Jahren sind die Ressungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes an der Ecke Uplandstraße / Hünighäuser Weg stationiert. Die Nähe zum Krankenhaus und zur Bundesstraße B 252 machen die Wache zu einem idealen Standort für die rund 4500 Einsätze, die jedes Jahr gefahren werden.

Doch das Gebäude, vor allem die Garagen waren in die Jahre gekommen, entsprachen nicht mehr den Arbeitsstätten-Richtlinien. Deshalb hat sich der Vorstand des DRK Kreisverbands Korbach-Bad Arolsen zum Umbau entschlossen.

Für Geschäftsführer Gerd Brückmann ist es der dritte Umbau einer Rettungswache nach 2006 in Korbach und 2010 in Dalwigksthal. Bereits 2003 wurde die Rettungswache in Usseln modernisiert. Alle vier Standorte mit ihren rund 60 Mitarbeitern kommen im Jahr auf rund 11.000 Einsätze, Notfallversorgung und qualifizierte Verlegungsfahrten zusammengenommen.

In Bad Arolsen werden derzeit neue Garagen für die drei Rettungstransportfahrzeuge (RTW) und den Notarzteinsatzwagen gebaut. Ein RTW ist für den 24-Stunden-Notdienst eingeplant, einer für den Tagdienst, einer gilt als Ersatz.

Dieser Ersatz wird immer dann gebraucht, wenn gerade eines der beiden anderen Fahrzeuge nach einem Einsatz aufwendig desinfiziert wird.

Brückmann: „Wir haben es immer häufiger mit Patienten mit multiresistenten Keimen zu tun. Deshalb muss nach jeder Einsatzfahrt gründlich desinfiziert werden.“ Dazu ist eigens eine der neuen Garagen an der Uplandstraße reserviert.

Für die Ruhephasen der Rettungssanitäter und Rettungsassisten muss ebenfalls gesorgt werden. Bisher war der Aufenthaltsraum im Obergeschoss der Wache untergebracht. So vergingen im Einsatzfall wertvolle Sekunden, bis alle an Bord waren. Das wird künftig anders organisiert. Auch deshalb war der Umbau überfällig.

Gleich neben der Rettungswache unterhält das Deutsche Rote Kreuz noch ein Büro mit Garagen. „Das muss man sauber trennen“, erläutert Brückmann: „Der Rettugnsdienst ist gewerblich organisiert, die ehrenamtlichen Mitglieder der DRK-Bereitschaft und der Schnelleinsatzgruppen versehen Aufgaben des Katastrophenschutzes und bei Großschadenslagen. Das hat nichts mit der 24-Stunden-Notfallversorgung und den qualifizierten Krankentransporten zu tun.“

In der Umbauphase, die nur ein Frühjahr und einen Sommer dauern soll, sind die Rettungsfahrzeuge mit ihren Besatzungen also ins Berufsbildungswerk ausgelagert. Im September soll der Einzug in die modernisierte Wache am Hünighäuser Weg erfolgen.

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