Bad Arolsen

Arolser Schloss feiert 300 Jahre Grundsteinlegung

- Bad Arolsen (resa). Über 100 Bauarbeiter, Architekten und Planer hatten ihre Finger im Spiel. Im Mai 1710 legte Fürst Friedrich Anton Ulrich den Grundstein für ein Schloss, das eigentlich ganz anders geplant war.

Die Grafschaft hatte stürmische Zeiten hinter sich. Viele Jahrhunderte über hatten die Grafen von Waldeck nur von einer geeinten Grafschaft träumen können. Dank der politischen Weitsicht des in Arolsen residierenden Grafen Georg Friedrich, der später in den persönlichen Reichsfürstenstand erhoben wurde, wendete sich das Blatt. 1692 war die Grafschaft wieder vereint und nicht länger in die Wildunger und Waldecker Linie gespalten. Auf der Suche nach einer gemeinsamen Residenzstadt fiel die Entscheidung auf Bad Arolsen – war doch von hier aus das Bestreben zur Wiedervereinigung ausgegangen. Es war eine große Aufgabe, vor der Graf Friedrich Anton Ulrich schließlich stand. Er sollte eine Residenzstadt begründen, die ihrem Namen alle Ehre machen sollte. Der Graf hatte Reisen nach Frankreich unternommen, Ideen aus Versailles mitgebracht. Ein Schloss wollte er bauen, dass die ganze Pracht der Grafschaft widerspiegeln sollte. Gemeinsam mit dem Architekten Ludwig Julius Rothweil schmiedete er Pläne. Prachtvoll sollte es sein und gleichzeitig nützlich, die Nähe zu den Untertanen sollte es ausdrücken, aber gleichzeitig den klaren Standesunterschied symbolisieren.Es entstand ein Plan, der das Schloss in der Mitte der Stadt vorsah, von Alleen umgeben und mit einem geschlossenen Innenhof. Viele andere Pläne folgten, doch am Ende entschied sich der Graf für den offenen Hof, der Einsicht in Pracht, Schönheit und Reichtum gewährte – er ahnte damals wohl nicht, dass das Schloss nie zum Mittelpunkt der Stadt werden würde. Am 13. Mai 1710 legte er den Grundstein für sein großes Projekt.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung von Samstag, 9. Januar 2010.

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