Arolser Viehmarkt lockte 350.000 Besucher

Lichterspiele in der Nacht: Das Jupiter-Riesenrad ist das Wahrzeichen des Arolser Viehmarktes auf dem Königsberg. Foto: Haß

Bad Arolsen. Nach Schätzungen der Polizei hat der Arolser Viehmarkt etwa 350.000 Besucher auf den Königsberg gelockt. Es gab mehrere Prügeleien, aber keine ernsten Verletzungen.

Für die Polizei gab es während des Kram- und Viehmarktes mehr zu tun als im vorigen Jahr. „Wo Licht ist, gibt es leider auch Schatten“, resümierte der Leiter der Polizeistation, Achim Jesinghausen. Die Zahl der Besucher in diesem Jahr wird auf 350.000 geschätzt.

Bei den Schlägereien und Rangeleien gab es keine gravierenden Verletzungen. Junge, alkoholisierte Marktbesucher hätten Streits angefangen oder Sachbeschädigungen auf dem Kerbholz. Auffällig war die Zahl der Diebstähle. Bereits beim Viehauftrieb wurde ein 12-jähriges Mädchen aus Breuna vor der Königsbergallee 1 am Rande des Festgeländes von einem 25-Jährigen aus Iserlohn mit dessen Trekkingrad angefahren und zu Boden gerissen. Während der Mitarbeiter eines Schaustellers leicht verletzt wurden, Das Mädchen erlitt einen Schlüsselbeinbruch.

Immer wieder kam es zu kleineren Rangeleien und Schlägereien im Bayernzelt, in der Reithalle und auf dem Festplatz. Die Polizei musste schon vor der Eröffnung den Diebstahl eines Tabletcomputers eines Schaustellers zu Protokoll nehmen. Während der Tierschau wollte ein Besucher mit kurz zuvor gekauften Küken in der Hand nach Hause gehen, als ein Unbekannter ihm die Geldbörse aus der Hosentasche zog. Bei dem Versuch, ein Kleidungsstück aus einem Verkaufsstand zu stibitzen, wurde ein alkoholisierter junger Mann ertappt.

Im Laufe der Festtage wurden aus mehreren Wohnwagen und Fahrzeugen Handys, Bargeld und andere Gegenstände gestohlen. Aus einem nicht abgeschlossenen Pkw wurden Sonnenbrille und Bargeld geklaut. Eine böse Überraschung werden Anlieger der Ostlandsiedlung machen, wenn sie aus dem Urlaub zurückkehren: In ihrem Garten haben unbekannte Randalierer gewütet und Schaden in vierstelliger Höhe angerichtet. Freudige Überraschungen erlebten aber einige Viehmarktbesucher, die Geldbörsen oder Handys verloren haben: Ein afghanischer Bürger gab ein verloren gegangenes Handy ab. Weitere ehrliche Finder lieferten Scheckkarte, Mobiltelefone und einen Personalausweis ab, der beim Viehauftrieb gefunden wurde. (ah)

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