Studenten schaffen aus Holz mit der Säge originelle Sitzgelegenheiten

Ausgefeilte Kunstwerke am Lustgarten

Diemelstadt-Rhoden - Sehr frei haben sächsische Studenten die „Geometrie des Barock“ ausgelegt und neun Kunstbänke für den Lustgarten-Kunstpfad in Rhoden geschaffen.

Zur offiziellen Übergabe der Bänke an die Bevölkerung hatte der Trägerverein Historisches Ortsbild Diemelstadt in den historischen Küchengarten am Lustgarten geladen. Unter großem Publikumsinteresse wurden dort die Kunstbänke vorgestellt. Sieben Studenten der Fakultät „Angewandte Kunst Schneeberg“ an der westsächsischen Universität Zwickau hatten die Bänke entworfen. Mit Motorsägen und Feilen waren die jungen Leute Ende September eine Woche lang in Diemelstadt zu Gast, um die Eichenstämme aus dem Waldeckischen Domanialwald entsprechend zu bearbeiten. Die originellen Ergebnisse stellte ihre Studienleiterin Prof. Dr. Dorothea Vent vor. Die endgültigen Aufstellungsorte der Kunstbänke, von denen einzelne auch in Diemelstädter Ortsteile wandern sollen, stehen noch nicht fest. Sicher sei aber bereits, dass bei der Revitalisierung des Lustgartens eine Menge geleistet worden ist, wie Sigrid Römer bei der Feierstunde feststellte. Als Vorsitzende des Vereins Historisches Ortsbild blickte sie auf die Fortschritte zurück, die der Kunstpfad in den vergangenen zwölf Monaten gemacht hat - angefangen vom Sternenzelt-Bogen über die Rückkehr historischer Sandsteinstelen und das Flachsfest in Orpethal bis hin zum Abschluss einer begleitenden Bachelor-Arbeit über die Staudengestaltung am Lustgarten-Kunstpfad. Solch kommunikative, in der Gemeinschaft geschaffene Kunst entwickele positive Energie und sei Anziehungspunkt für die Region, hob Sigrid Römer hervor. Der Lustgarten-Kunstpfad werde getragen von Menschen, die mitwirken und mitgestalten. So auch bei der Feierstunde, zu der neben Musik von Lea Gräbe auch Skulpturen von Wolfgang Daum (Lichtenau) und Renate Ortner (Dringenberg) zu erleben waren. Neben dem Verein Historisches Ortsbild hatten der Verkehrs- und Verschönerungsverein Rhoden, der Heimatverein Wrexen, der Verein Pickhardhammer, die Stadt Diemelstadt, das Hessischen Umweltministerium und die Waldeckische Domanialverwaltung das Kunstbänke-Projekt finanziell unterstützt.Entsprechend gemeinschaftlich und lebendig soll es auch bei der weiteren Entwicklung des Kunstpfads in Rhoden zugehen. Angedacht ist, den Pfad mit Installationen und floraler Gestaltung in den kommenden Jahren vom Holpergrund über das Forstamt und den Denkmalsplatz bis hoch zu Schloss und Erbbegräbnis weiterzuführen. (sim)

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