Diemelstädter Stadtverordnete informieren sich bei Rundfahrt über Planungsstände

Autobahn sorgt für neue Arbeitsplätze

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Diemelstadt - Die Gewerbegebiete an der Autobahn füllen sich, neue Flächen sollen für die Gewerbeansiedlung an der A44 ausgewiesen werden. Die Diemelstadt will ihre exklusive verkehrstechnische Lage im Landkreis für die weitere Entwicklung nutzen. Am Montag entscheidet der Zentralausschuss beim Regierungspräsidium über den geplanten Gewerbepark Steinmühle.

Die Fläche ist rund zwölf Hektar groß und kann bei Bedarf später noch einmal verdoppelt werden. Die Lage ist optimal zwischen Autobahn, Bundesstraße B252 und Landesstraße 3181, die verkehrstechnische Verbindung lässt sich ohne großen Aufwand mit einer kurzen Straßenverbindung unmittelbar an der Autobahnauffbahrt realisieren und sogar die wichtigsten Ver- und Entsorgungsleitungen sind schon vorhanden. Anlaufstelle für Brummis Selbst die potentiellen künftigen Nutzer stehen schon Schlage im Rathaus: Drei konkrete Interessenten stehen mit dem Magistrat in Kontakt. Die Hälfte der jetzt geplanten Fläche im Gewerbepark möchte zum Beispiel die Straßenverkehrsgenossenschaft für einen weiteren SVG-Hof nutzen. Schließlich gibt es bundesweit viel zu wenige Ruheplätze für Brummi-Fahrer. Sobald der Zentralausschuss beim Regierungspräsidium am Montag entscheiden hat, will der Magistrat Planungsaufträge vergeben. Im Haupt- und Finanzausschuss stellten sich daher am Donnerstag zwei erfahrene Planungsunternehmen vor. Aber auch abseits der Autobahn tut sich eine Menge in den Diemelstädter Gewerbegebieten, wie die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag bei einer Rundfahrt mit dem Magistrat erfahren konnten. Neuansiedlungen gelungen Im Rhoder Gewerbegebiet „Rießen“ tut sich auch nach der Fertigstellung der großen Halle der Firma Prima Verpackungen GmbH (GmbH) eine Menge: Weitere kleinere Firmen aus dem Stadtgebiet und aus Ostwestfalen haben sich hier niedergelassen oder planen Erweiterungen. Neu ist hier zum Beispiel eine Umschlagstation für den Hermes-Paketdienst. Am Ortsausgang von Rhoden in Richtung Wrexen soll rechter Hand zwischen alter und neuer Bundesstraße das Gewerbegebiet Molkenborn entstehen. Hier gibt es bereits ein ansiedlungswilliges Unternehmen, das 27 neue Arbeitsplätze schaffen will. Auch im Gewerbegebiet Wrexer Teich füllen sich die Flächen. Ein Metallbaubetrieb und ein Unternehmen für Lkw-Reparaturen werden sich hier demnächst ein 6000 Quadratmeter großes Gelände teilen. Die Firma Jäkel wird für die Produktion ihrer Maschinenmesser zwei weitere Hallen auf ihrem Grundstück bauen. Der Umzug des Bauhofes in die Halle an der Autobahn wird sich voraussichtlich um zwei Monate in den Juli verzögern. Bei der Informationsfahrt des Haupt- und Finanzausschusses wurde auch die ungünstige Verkehrssituation zwischen Bundesstraße, Landesstraße, SVG-Hof, McDonald‘s Restaurant und Rasthof angesprochen. Hier ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. Im Zuge der Neuplanung des Gewerbeparks Steinmühle wird auch die Verkehrsanbindung des Gewerbegebietes „Wrexer Teich“ noch einmal überdacht. Kreisstraße 91 ausbauen In Wrexen selbst wird derzeit der Bebauungsplan im Bereich der Papierfabrik Smurfit-Kappa überarbeitet. Das Unternehmen plant eine Optimierung der Zu- und Abfahrt-Regelung für die vielen Lastwagen, die jeden Tag Altpapier anliefern und neue Pappen abholen. Im Zuge der Umgestaltung werden Fahrstraßen geschaffen und naturschutzrechtlicher Ausgleich geleistet. In diesem Zusammenhang ist auch geplante Neugestaltung der Kreisstraße 91 zwischen Orpethal und Billinghausen und weiter nach Westheim zu sehen. Auf der viel zu engen Kreisstraße kommt es täglich zu brisanten Begegnungen von 40-Tonnern, die dann auch noch am Ortseingang von Orpethal für Lärm und Deck sorgen. Hier müssen die Kurven entschärft werden. Hier ist seit Jahren eine umfassende Lösung geplant und dringend angemahnt. Beim Landkreis ist die Kreisstraße 91 im Investitionsplan für 2014 vorgesehen. Stadthalle im Zeitplan Schließlich informierten sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses auch über den Fortgang der Bauarbeiten in der Ortslage von Wrexen. An der Orpethaler Straße, Nähe zur Hauptstraße, hat der Magistrat bereits ein leerstehendes Haus zum Abriss erworben. Das Nachbarhaus soll folgen und Raum für eine attraktive Platzgestaltung schaffen.Voll im Zeitplan liegen auch die Bauarbeiten für die Umgestaltung der Stadthalle Rhoden. Zum Jubiläum des TV „Germania“ steht die Halle wieder zur Verfügung, so die Planung. (es)

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